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Bad Segeberg | Agentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt macht keine Ferien

Bad Segeberg (em) Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Segeberg ist um 77 Personen oder 1,1 Prozent zum Vormonat angewachsen. Damit waren im Juli 6.912 Männer und Frauen arbeitslos. Gegenüber dem Vorjahr sind dies 40 Personen weniger (-0,6 Prozent).

Die Arbeitslosenquote1) liegt unverändert zum Vormonat bei 4,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 4,8 Prozent betragen. „Schul- und Ausbildungsende lassen die Arbeitslosenzahlen in diesen Wochen wieder vorübergehend anwachsen. Erfreulicherweise hat auch die Nachfrage nach Personal trotz des Ferienbeginns angezogen. In vielen Branchen sind Fachkräfte gefragt und wir haben für junge Ausbildungsabsolventen interessante Jobangebote. Viele werden schon bald eine neue berufliche Herausforderung antreten können“, erklärt Ute Beckmann, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Von einer Sommerflaute können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Arbeitsagentur und Jobcenter nicht sprechen, denn sie haben viele neue Kunden aufgenommen und beraten. Zum Beginn der Sommerferien meldeten sich deutlich mehr Menschen arbeitslos als im Monat zuvor: 577 Menschen (Juni: 463) kamen aus einer Beschäftigung und weitere 569 (Juni: 417) aus einer Ausbildung oder Qualifizierung. Darunter waren wie jedes Jahr zu dieser Zeit sehr viele Jüngere, die nach Abschluss ihrer Schulund Berufsausbildung keine direkte Anschlussbeschäftigung hatten. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren wuchs im Juli um 161 (+24,7 Prozent zum Vormonat) auf 814.

Viele der Ausbildungsabsolventen meldeten sich bei der Agentur für Arbeit. Im Jobcenter des Kreises ging die Arbeitslosenzahl im Juli hingegen leicht zurück. Von den insgesamt 6.912 Arbeitslosen betreute die Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) im Juli 2.683. Damit ist die Zahl um 110 Personen oder 4,3 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Es waren 131 Personen (+5,1 Prozent) mehr als vor einem Jahr bei der Arbeitsagentur gemeldet. Das Jobcenter (Grundsicherung) registrierte 4.229 arbeitslose Männer und Frauen, dies waren 33 weniger als im Juni (-0,8 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl um 171 Personen oder 3,9 Prozent gesunken. 3)

Zu den 6.912 Arbeitslosen kamen im Juli 2.340 weitere Menschen, die ohne Arbeit waren – z.B. weil sie sich derzeit qualifizieren oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Insgesamt 9.252 Personen befanden sich damit im Kreis Segeberg in Unterbeschäftigung2). Die Unterbeschäftigung ist zum Vormonat um 192 Personen gestiegen (+2,1 Prozent). Zum Vorjahresmonat ist sie um 4,0 Prozent gestiegen. Arbeitsagentur und Jobcenter fördern aktuell rund 1.100 Menschen in einer Weiterbildung, einer beruflichen Eingliederung oder einem betrieblichem Praktikum – rund 70 mehr als vor einem Jahr. Weiterhin besuchen viele geflüchtete Menschen noch Sprachkurse oder Vorbereitungslehrgänge.

„Gute berufliche Qualifikation bleibt auf dem Arbeitsmarkt gesucht. Eine solide Ausbildung oder ein Studium verringern deutlich das Risiko arbeitslos zu werden. Auch für junge Erwachsene ist es nicht zu spät, eine Berufsausbildung anzustreben!“, sagt Ute Beckmann. Ungelernte haben auch im Kreis Segeberg ein höheres Risiko arbeitslos zu werden und länger zu bleiben. Die Arbeitslosenquote für Ungelernte beträgt 17,0 Prozent (durchschnittliche Arbeitslosenquote1 in 2016). Mit einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung liegt sie hingegen bei 3,3 Prozent, unter den Akademikern sogar nur bei 2,1 Prozent.

Die Personalnachfrage steigt im Juli noch einmal an, bleibt aber insgesamt unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Arbeitgeber gaben dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Elmshorn und des Jobcenters Kreis Segeberg insgesamt 575 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen neu zur Besetzung auf. Das sind 77 mehr als im Juni. Seit Jahresbeginn wurden bislang 4.138 Stellen zur Besetzung aufgegeben - 412 oder 9,1 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In den letzten Wochen wurden verstärkt Fachkräfte in der Krankenpflege und im Einzelhandel gesucht. Mehr Stellenangebote gab es auch für Berufskraftfahrer (LKW), für Lagerhilfskräfte und für Erzieher/innen.

Ausbildungsmarkt
Die ersten Ausbildungen haben jetzt begonnen, viele starten noch in den nächsten Wochen. „Besonders in der Probezeit kommt es öfter zu Vertragslösungen. Falsche Vorstellungen oder Erwartungen sind häufig der Grund. Probleme sollten offen angesprochen werden und Lösungen zusammen mit Eltern, Kammern oder Berufsberatung gesucht werden“, sagt Ute Beckmann und weist auch auf die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) hin: „Nach einer abgebrochenen Lehre beginnt die Suche für den Auszubildenden von vorn und dem Ausbildungsbetrieb fehlt später eine wichtige Fachkraft. Diesen Umweg kann man vermeiden. Bei Schuldefiziten, Lernproblemen oder Schwierigkeiten im sozialen Umfeld hilft die Berufsberatung mit ihren Angeboten an Stützunterricht und sozialpädagogischer Betreuung.“

Mit der Bitte um ausbildungsbegleitende Hilfe sollten weder der Azubi noch der Lehrbetrieb zu lange warten. Ausbildungsbegleitende Hilfen können bei Bedarf auch schon zu Beginn einer Ausbildung gewährt werden. Es wird ein individuelles „Hilfspaket“ geschnürt, das ganz gezielt auf die Förderbedürfnisse des jungen Menschen und des Betriebes ausgerichtet ist. Seit Oktober 2016 meldeten sich im Kreis Segeberg 1.613 Ausbildungsplatzbewerber/innen bei der Berufsberatung, dies sind 92 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Von den gemeldeten Bewerbern waren Mitte Juli noch 518 auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Im gleichen Zeitraum haben die Unternehmen im Kreis 1.424 Berufsausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet. Das sind 24 Stellen weniger als im Vorjahr. Von den gemeldeten Ausbildungsstellen waren im Juli noch 515 unbesetzt, beziehungsweise die Bewerbungsverfahren noch nicht abgeschlossen.

Im Raum Norderstedt wurden der Arbeitsagentur bisher 551 Lehrstellen gemeldet (+14 zum Vorjahreszeitraum). Aktuell sind noch 163 offen. Mit 420 Bewerbern/innen meldeten sich 61 mehr als im Vorjahr. Von ihnen waren 130 bis Mitte Juli noch auf Ausbildungssuche. Auch in den kommenden Wochen können sich für Bewerber kurzfristig noch neue Möglichkeiten ergeben. Ausbildungsplätze werden wieder frei, weil Bewerber mehrere Zusagen haben oder doch lieber eine Schule besuchen. Die Top-Ten der unbesetzten Ausbildungsstellen zeigt, in welchen Berufen Ausbildungsplätze offen sind. Wer noch auf der Suche ist, sollte die Jobbörse weiterhin sichten und sich umgehend auf interessante Angebote bewerben. Die aktuellen Angebote gibt es unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de.
Agentur für Arbeit Elmshorn
Agentur für Arbeit Elmshorn
Bauernweg 23
25335 Elmshorn
www.arbeitsagentur.de
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