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Bad Segeberg | Altes Amtsgericht

Bund und Land zahlen 300.000 Euro für Kirche St. Jacobi

Bornhöved (em) Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat beschlossen, die Sanierungsarbeiten der St. Jacobi Kirche in Bornhöved mit Bundesmitteln in Höhe von 250.000 Euro zu fördern.

Vorausgegangen war die Empfehlung und der Einsatz von Gero Storjohann, dem Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Segeberg / Stormarn-Mitte für eine Kostenbeteiligung des Bundes aus Mitteln des Denkmalschutzförderungsprogramms des Bundes. Der Förderbescheid wurde bereits übergeben. Für die Landesbildungsministerin Karin Prien (CDU) überbrachten der Landtagsabgeordnete Ole-Christopher Plambeck und Kulturstaatssekretär Dr. Oliver Grundei einen weiteren Förderbescheid des Landes Schleswig-Holstein Höhe von 50.000 Euro aus dem Landeshaushalt. 1,2 Millionen Euro wird das Projekt insgesamt kosten. Die weiteren Bauarbeiten nach dem ersten Bauabschnitt an der fast 900 Jahre alten Kirche sollen im Jahr 2020 beginnen. Eine Fertigstellung bis zur 875-Jahr-Feier im Jahr 2024 wird angestrebt. Bis dahin muss die Kirchengemeinde die Restsumme mit Geld vom Kirchenkreis Plön-Segeberg, Sponsoren, der Stiftung Denkmalschutz und anderen Stiftungen sowie von Sponsoren und durch originelle Aktionen zusammenbekommen.

Kreispräsident Claus Peter Dieck, einige Kreistagsabgeordnete, Bürgermeister aus der Region, Pastorin Annett Weinbrenner und Propst Erich Faehling nahmen an der feierlichen Veranstaltung mit kirchlicher Orgelmusik teil.

Bornhöveds Pastorin Ulrike Egener informierte die Besucher Gäste über die Historie des Baudenkmals. Die im Jahr 1149 durch Bischof Vicelin geweihte und im romanischen Stil erbaute Kirche St. Jacobi in Bornhöved gehört zu einem der bedeutendsten Kulturdenkmäler des Landes Schleswig-Holstein. Nach fehlerhaften Sanierungsarbeiten im Jahr 2000 bildeten sich jedoch in den vergangenen Jahren zunehmend Risse im Mauerwerk der Feldstein-Gips-Kirche, die den Fortbestand des Gebäudes akut gefährden. Für die in mehreren Bauabschnitten durchzuführenden Sanierungsarbeiten werden insgesamt mehr als 1 Million Euro benötigt – ein Vielfaches dessen, was die Kirchengemeinde aus Eigenmitteln aufbringen kann.

Um die notwendigen Finanzmittel für die Sanierungsarbeiten zu generieren, hatte sich die Kirchengemeinde bereits im Jahr 2017 hilfesuchend an ihren zuständigen Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann (CDU) gewandt. Storjohann unterstützte daraufhin die Kirchengemeinde bei der Beantragung von Fördermitteln aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes und leistete in der Bundeshauptstadt bei der Beauftragten für Kultur und Medien Staatsministerin Prof. Monika Grütters sowie dem Haushaltsausschuss Fürsprache für die Bornhöveder Kirche.

„Die Kirche St. Jakobi der Kirchengemeinde Bornhöved ist eine der ältesten Kirchen in meinem Wahlkreis. Sie markiert den historischen Mittelpunkt des Ortes Bornhöved und lockt durch ihre alte und romantische Bausubstanz jedes Jahr zahlreiche Hochzeitsgesellschaften und Touristen an. Ich freue mich, dass der Deutsche Bundestag die Geldmittel zum Erhalt dieses einmaligen Kulturdenkmals zur Verfügung stellt.“, hatte Gero Storjohann bereits die Beschlussfassung des Haushaltsausschusses im Mai kommentiert.

Auch Bornhöveds Pastorin Ulrike Egener hatte sich höchst erfreut über die Entscheidung des Bundestages gezeigt: Ohne die Zuschüsse des Bundes wäre eine Sanierung und der Erhalt der seit 1968 unter Denkmalschutz stehenden Kirche nicht möglich.

Foto: (v.l.n.r.) Kulturstaatssekretär Dr. Oliver Grundei, Pastorin Ulrike Egener, Gero Storjohann MdB, Pastorin Annett Weinbrenner und Propst Erich Faehling.

Hintergrund: Der Deutsche Bundestag stellt in diesem Jahr 40 Millionen Euro für die Fortsetzung des Denkmalschutz-Sonderprogrammes des Bundes zur Verfügung. Davon kommen 2,8 Millionen Euro Projekten in Schleswig-Holstein zugute. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedeutung des Kulturdenkmals fördert der Bund bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Länder, andere Gebietskörperschaften oder Dritte müssen sich an den aus Bundesmitteln geförderten Maßnahmen mit gleich hohen, mindestens aber angemessenen Mitteln beteiligen.

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