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Bad Segeberg | AOK NordWest

Im Notfall schnell und richtig handeln

Bad Segeberg (em) Was ist zu tun, wenn eine Notfallsituation vorliegt? Schnelles handeln kann dann überlebenswichtig sein. Denn hier gilt: Zeit ist Leben. Jährlich erleiden bundesweit rund 200.000 Menschen erstmalig und etwa 70.000 Menschen wiederholt einen Schlaganfall. Viele Menschen kennen beispielsweise die Symptome eines Schlaganfalls, wissen aber nicht, was im Notfall zu tun ist. „Ein Schlaganfall oder ein akuter Herzinfarkt sind Erkrankungen, bei denen jede Minute zählt. Im Zweifelsfall ist es immer besser, den Rettungsdienst einmal zu viel zu holen“, sagt AOK-Niederlassungsleiter Holger Vollmers aus Bad Segeberg.

Um in Notsituationen angemessen reagieren zu können, ist es wichtig, entsprechende Warnhinweise überhaupt zu kennen: Eine plötzliche Asymmetrie des Gesichtes, Lähmungserscheinungen eines Armes, Beines oder einer Körperseite, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen, können beispielsweise einen drohenden Schlaganfall ankündigen. In solchen Fällen sollte auf jeden Fall der Notarzt informiert werden. Auch wenn die Betroffenen es selbst häufig ablehnen, den Notarzt anzurufen, weil es ihnen unangenehm ist und sie selbst die Warnsignale nicht richtig einschätzen. Kollegen, Angehörigen oder auch Passanten sollten sich jedoch über diese Bedenken hinwegsetzen, wenn sie es für erforderlich halten. Denn schnelle Hilfe beeinflusst auch, wie weit sich der Betreffende später wieder körperlich erholen kann.

In lebensbedrohlichen Notfällen erreicht man über die bundesweite Notruf-Telefonnummer 112 die Leitstelle des Rettungsdienstes. Damit man dort die Lage richtig einschätzten kann, werden „‚W-Fragen“ gestellt. Die Antworten sind wichtig: WAS ist passiert? WELCHE Symptome zeigt der Betroffene? WO befindet sich dieser: Ort, Straße, Hausnummer? WER ruft an? Name und Telefonnummer für mögliche Rückfragen nennen. Und WARTEN: Jetzt nicht einfach auflegen, denn es kann Nachfragen geben oder Hinweise, was akut zu tun ist. Der Anruf wird IMMER von der Notrufzentrale beendet.

Wer nachts und am Wochenende dringend ärztliche Hilfe benötigt, deren Behandlung aus medizinischen Gründen jedoch nicht bis zum nächsten Tag warten kann, erreicht über die bundesweit einheitliche Rufnummer ‚116 117‘ (ohne Vorwahl) den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen. Für lebensbedrohliche Notfälle ist der Bereitschaftsdienst allerdings nicht zuständig.

Foto: In Notfallsituationen schnell handeln und für Hilfe sorgen, kann überlebenswichtig sein. AOK/hfr.

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