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Bad Segeberg | Erlebniswald Trappenkamp

Plakate warnen vor Afrikanischer Schweinepest

Trappenkamp (em) Warnplakate an Autobahnraststätten, Parkplätzen und Autohöfen weisen bereits auf die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hin. Reisende werden darauf in sechs Sprachen aufgefordert, Speisereste nur in verschlossenen Müllbehältern zu entsorgen. Der Grund: Es besteht die Gefahr, dass die Seuche nach Deutschland eingeschleppt wird.

Auch das Veterinäramt des Kreises Segeberg appelliert daher an Reisende, insbesondere an Fernfahrer sowie Jäger, aus den betroffenen Gebieten keine tierischen Lebensmittel und unverarbeitete Jagdtrophäen mitzubringen. „Alle sind aufgerufen, durch vorsorgendes Verhalten eine weitere Ausbreitung der Seuche mit zu verhindern“, heißt es vonseiten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft. Für diese Tiere ist sie tödlich. Für den Menschen stellt sie allerdings keine Gefahr dar. In Deutschland ist ASP bisher noch nie aufgetreten.

Im Erlebniswald Trappenkamp werden rund 100 Wildschweine im größten Schwarzwildgehege Norddeutschlands gehalten. Auch für diese Tiere kann die Seuche zur Gefahr werden. Daher hat Erlebniswald-Leiter Stephan Mense Kontakt mit dem leitenden Kreisveterinär Markus Overhoff aufgenommen. In der vergangenen Woche übergab der Amtstierarzt dort drei Plakate an Mense. Sie warnen Besucher vor der möglichen Gefahr. Auch an weiteren Stellen im Kreisgebiet sollen die Plakate aufgehängt werden – insbesondere dort, wo viele Fernfahrer ihre Fahrzeuge für Ruhepausen abstellen.

Die Afrikanische Schweinepest kommt seit 2014 in den baltischen Staaten und in Polen vor. In den an diese Staaten angrenzenden Ländern – Ukraine, Weißrussland und Russland – tritt sie seit Längerem gehäuft auf. Am 21. Juni wurde ASP bei Wildschweinen erstmals auch in der Tschechischen Republik festgestellt, Ende Juli bei Hausschweinen in Rumänien. Das Friedrich-Löffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, hatte am 13. Juli das Risiko für ein Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest erhöht. In der Folge verteilte das Bundesministerium die Plakate.

Foto: Diplom-Jagdwirt Marcel Zickermann ist der Betreuer des 35 Hektar großen Schwarzwildgeheges im Erlebniswald Trappenkamp. Dort weisen Plakate ab sofort auf die Gefahren der Afrikanischen Schweinepest hin. © Markus Overhoff

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