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Bad Segeberg | FRAU & BERUF

Fachkräftesicherung durch gute Ausbildung

Bad Segeberg (em) Wer die Wahl hat, hat die Qual. Aus diesem Grund tun sich manche junge Menschen mit der Berufswahl schwer. Fragen wie: „Ich will weder den ganzen Tag im Büro verbringen, aber auch nicht in einer Werkstatt arbeiten, was kann ich lernen?“ oder „Ich habe gleich nach der Schule ein Kind bekommen und nichts gelernt, kann ich auch noch mit Mitte 20 eine Ausbildung machen? Wo kann ich diese in Teilzeit machen?“. Auf diese und viele andere Fragen wissen die Beraterinnen des Projektes „Passgenaue Besetzung“ und von FRAU & BERUF Segeberg fundierte Antworten.

Um jungen und ausbildungssuchenden Menschen Wege in die Ausbildung aufzuzeigen, laden FRAU & BERUF Segeberg, das Jobcenter, die Agentur für Arbeit sowie die regionalen Beteiligten der Kammern zu einem Aktionsnachmittag in Bad Segeberg ein. Er findet statt am Mittwoch, 25. April von 16 bis 18 Uhr in den Räumen von FRAU & BERUF / WKS, Kurhausstraße 1. Präsentieren werden sich an diesem Nachmittag die Beratungsstelle FRAU & BERUF, die Handwerkskammer, IHK zu Lübeck und die Ärztekammer Schleswig-Holstein mit dem Bundesprojekt Passgenaue Besetzung, die Agentur für Arbeit sowie das Jobcenter Segeberg.

Ziel dieses Aktionstages liegt in der passgenauen Besetzung von Ausbildungsstellen. Hier wird von der IHK zu Lübeck ein Projekt betreut, für das der Berater Bülent Türkyilmaz zuständig ist: „Es ist besser, sich im Vorfeld eingehend über einen oder mehrere Berufe zu informieren. Wir checken gegenseitig ab, welcher Beruf zu den Interessen und Fähigkeiten des jungen Menschen passt. Wenn derAuszubildende in spe dann eine Berufswahl trifft, ist er mit der Arbeit und Ausbildung zufrieden. Dann ist auch der Arbeitgeber glücklich!“

Auch Heidi Reimers, zuständig für die Ausbildung der medizinischen Fachberufe bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein, ist passgenaue Vermittlung ein wichtiges Anliegen: „Die Arbeit in Ärztepraxen ist vielfältig und abwechslungsreich. Für manchen ist der Wechsel zwischen Verwaltungsarbeit, medizinischen Tätigkeiten und die Kommunikation mit Menschen eine geradezu ideale Mischung. In einigen Praxen ist eine Ausbildung in Teilzeit ausdrücklich erwünscht.“

Allen Kooperationspartnern dieser Veranstaltung ist wichtig, dass die künftigen Auszubildenden möglichst genaue Vorstellungen ihres Wunschberufes haben. Irmtraut Martens, Ausbildungsberaterin bei der Handwerkskammer Lübeck, erklärt: „Indem wir im Vorfeld Auszubildende und Arbeitgeber intensiv beraten, reduzieren wir die Zahl derjenigen, die eine Ausbildung abbrechen.“ Irmtraut Martens kennt viele Handwerksunternehmen sowie die entsprechenden Berufe: „Viele junge Leute konzentrieren sich bei der Suche auf die zehn häufigsten Ausbildungsberufe. Allein im Handwerk gibt es jedoch schon über 100 verschiedene Berufe, daher helfen wir auch bei der Suche nach passenden Alternativen.“

Das bestätigt auch Anke Klewer Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Bad Segeberg und führt weiter aus: „Auch über Alternativen als Plan B sprechen wir in unseren Beratungen“. Die Unternehmen in unserer Region bieten viele interessante Ausbildungsplätze und hervorragende Chancen. Wir helfen Ausbildungssuchenden die Richtigen unter den rund 330 betrieblichen Ausbildungsberufen zu finden.

Zur passgenauen Besetzung gehört auch eine Ausbildung in Teilzeit. „Frauen, die jung Kinder bekommen haben und keine Ausbildung machen konnten, haben mit einer Ausbildung in Teilzeit eine sehr gute Chance, sich beruflich zu qualifizieren,“ erklärt Silke Knuth, Beraterin bei FRAU & BERUF Segeberg. Dass diese Möglichkeit besteht, ist vielen jungen Frauen nicht bekannt. Deshalb wollen wir hier informieren.“ Hat eine Frau Interesse an einer Teilzeitausbildung, wird sie von Ärztekammer, Handwerkskammer oder IHK zu Lübeck aktiv weiter bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt.

„Ein Problem war bisher häufig die Finanzierung der Ausbildung,“ ergänzt Tanja Gienke, Beauftragte für Chancengleichheit des Jobcenters Kreis Segeberg. „Als Azubi hatte man im Regelfall keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Wir haben also die Kundinnen und Kunden in Ausbildung beraten, mussten sie dort aber finanziell allein lassen. Vor etwa zwei Jahren hat sich die Rechtslage hierfür geändert. Auch wenn immer der Einzelfall geprüft werden muss, in vielen Fällen ist es nun möglich aufstockendes Arbeitslosengeld II zur Ausbildungsvergütung zu bekommen.“

„Wir bieten in unseren Räumen gern ein Forum für diese Veranstaltung“, sagt Maike Moser, Geschäftsführerin der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS). „Dies ist ein weiterer Baustein zur Sicherung des Fachkräftebedarfs im Kreis Segeberg.“ Aufgerufen zu diesem Aktionstag sind junge Menschen und ihre Eltern und Mütter ohne Ausbildung und jeden Alters, die noch keinen Ausbildungsplatz ab Sommer haben. Der Aktionstag ist am Mittwoch, 25. April von 16 Uhr bis 18 Uhr in den Räumen der WKS, Kurhausstraße 1 (Zugang über Kirchstraße 45 / Eingang Bankautomat der VR-Bank) in Bad Segeberg. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Kreis Segeberg ist Träger der Beratungsstelle FRAU & BERUF. Das Vorhaben FRAU & BERUF wird aus dem Landesprogramm Arbeit mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Das Landesprogramm Arbeit ist das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung für die Jahre 2014 bis 2020. Schwerpunkte sind die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften, die Unterstützung bei der Integration von Menschen, die es besonders schwer haben, in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen und die Förderung des Potentials junger Menschen. Das Landesprogramm Arbeit hat ein Volumen von etwa 240 Millionen Euro, davon stammen knapp 89 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Mehr Informationen im Internet: www.EU-SH.schleswig-holstein.de
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