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Bad Segeberg | Gutshof-Ei

Ergebnisse des Pferdeturniers „Vielseitigkeit Hornsmühlen“

Hornsmühlen (em) „So eine Veranstaltung wie die Vielseitigkeit Hornsmühlen ist im norddeutschen Raum einmalig. Ein fantastisches Event mit hochkarätigen Teilnehmern“ – das Resümee von Richter Karsten- Thomas Theise nach zwei Turniertagen in Hornsmühlen am Stocksee hätte nicht positiver ausfallen können.

Er betonte außerdem: „Ich freue mich, so eine Prüfung mit tollen jungen Reitern begleiten zu dürfen und sie ganz nach oben zu bringen.“ Die Bedingungen in Hornsmühlen waren optimal: Kaiserwetter mit strahlendem Sonnenschein und einer leichten Brise sowie optimaler Boden auf der Geländestrecke und so viele Starter wie noch nie zuvor. Zum dritten Mal gingen die Teilnehmer bei der CIC1*-Prüfung um den Gutshof-Ei Cup an den Start. 85 Reiter standen auf der Starterliste des One-Day-Events, die zunächst die Teilprüfung Dressur bestritten, anschließend das Springen und schließlich die Geländestrecke absolvierten. Die erste Abteilung hat wie im Vorjahr Tabea Johanna Henze auf Payman gewonnen. Nach der Dressur lag das Paar noch auf Rang neun. Nach einem fehlerfreien Parcours kamen sie auch aus der Geländeprüfung ohne Hindernisfehler und in der vorgegebenen Zeit ins Ziel. Für Henze und den 15-jährigen Hannoveraner v. Prince Thatch xx bedeuteten das 29,2 Minuspunkte, mit denen sie erfahrene Profis wie Kai Rüder, Peter Thomsen, Ben Leuwer, Julia Mestern, Malin Petersen und Pia Münker auf die Plätze verwiesen. „Die Geländestrecke macht jedes Jahr unheimlich viel Spaß zu reiten, weil sie naturbelassen ist“, sagte die Siegerin. „Das Coffin mit dem natürlichen Flusslauf, der Komplex am Stocksee – das ist richtiges Geländereiten. Und für die Pferde war jede Aufgabe verständlich aufgebaut.“ Platz zwei ging an Lia Mazur auf dem achtjährigen Roadster-Sohn Replay. Die beiden hatten nach Dressur und Springen in Führung gelegen, mussten dann aber im Gelände 5,2 Zeitstrafpunkte in Kauf nehmen. 30,1 Minuspunkte waren ihre Endergebnis. Sabrina Mertens belegte mit Flick Flack den dritten Platz (31,0 Minuspunkte). Die beiden schafften es als eines von nur sechs Paaren in der vorgegebenen Zeit ins Ziel zu kommen.

Die zweite Abteilung (Junioren/Junge Reiter) entschied Lara Krüger auf Lara’s Little Loretta für sich. Mit 28,5 Minuspunkten kam Krüger mit der neunjährigen Deutschen Sportstute v. Levisto’s Big Boy aus der Dressur. Denen fügte sie lediglich im Gelände 3,6 Zeitstrafpunkte hinzu und kam letztendlich auf 32,1 Minuspunkte. Platz zwei ging an Libussa Lübbeke, die erst letztes Wochenende in Marbach den erstmals ausgeschriebenen Junioren-Nationenpreis mit ihrer Mannschaft gewinnen konnte. In Hornsmühlen saß sie im Sattel von Darcy, einer siebenjährigen Holsteiner Stute v. Larimar, und beschloss die Prüfung mit 35,7 Minuspunkten. Platz drei ging an Svenja Eckert auf Da bin ich (38,8). Einen Sonderehrenpreis erhielt Hella Jensen mit Canjo, die genau in der Bestzeit von 5,54 Minuten über die Ziellinie geritten ist.

Anspruchsvoller Geländekurs
Auf der 3065 Meter langen Cross Country-Strecke, die über den Grund der Familie Behmann und der Freiherrn von Fürstenberg führt, mussten 23 Aufgaben gelöst werden – darunter Coffin, Sunken Road, schmale Elemente, die einzigartige Wasserpassage direkt im Stocksee und ein neu konzipierter Wasserkomplex am Turnierplatz. Mit viel Engagement und Herzblut haben Kursdesigner Fried Schwien gemeinsam mit Martin Zastrow und den Organisatoren Axel Behmann und Gerd Hamann bis zum letzten Moment an der Strecke gearbeitet und gefeilt. Die Reiter konnten die ausgedehnten Galoppstrecken zwischen den Hinderniskomplexen nutzen, um einen optimalen Rhythmus zu finden und um den Trainingseffekt der Prüfung voll auszuschöpfen. Zuschauerfreundlich war der Kurs vom höchstgelegenen Punkt auf der Richterkoppel fast komplett einsehbar. 13 Reiter schieden aus oder gaben auf.

Die meisten Verweigerungen, insgesamt 12, gab es an Hindernis acht, „Schuberts Schlucht“, einem Komplex am Hang mit drei Sprüngen in Folge. Anna Catharina Lafrenz stürzte an diesem Komplex mit ihrer Stute Emeli. Das Pferd blieb unverletzt, die Reiterin wurde für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Prüfung musste für eine halbe Stunde unterbrochen werden. Am Ende des Tages kam die gute Nachricht, dass die Reiterin keine gravierenden Verletzungen davongetragen hat. Ein weiterer Sturz blieb ebenfalls folgenlos. Der Sicherheitsstandard der Sprünge wurde durch Vorbauten an den Hindernissen, ein Magnetsystem an zwei Sprüngen und das schwedische MIM-Safety-System an drei Sprüngen erhöht, das dreimal ausgelöst wurde. Durch beide Systeme soll ein Sprung bei großer Krafteinwirkung nachgeben. „Wir sind in diesem Jahr beim Streckenbau zurück zu den ursprünglichen Hindernissen gegangen, die in die Landschaft passen, kombiniert mit technischen Raffinessen. Das hat dem Kurs eine neue Note gegebenen und den Anspruch sowie die Selektion erhöht“, fassten die Organisatoren Gerd Hamann und Axel Behmann zusammen.

Geländepferdeprüfungen Klasse A und L
Den Auftakt des Wochenendes machte die Geländepferdeprüfung Klasse A mit insgesamt 77 Startern am Samstag Vormittag. Der Sieg in der ersten Abteilung ging an Pia Münker mit dem sechsjährigen polnischen Huzar-Sohn Jard. Die Richter honorierten die tolle Runde der beiden mit der Wertnote 9,4. Dahinter folgte Stephanie Böhe gleich im Doppelpack. Den zweiten Platz belegte die Profireiterin mit dem fünfjährigen Württemberger Action Jackson v. C-Indoctro, der eine 9,2 erhielt. Auf den dritten Platz ritt Böhe den fünf Jahre jungen Holsteiner White Thing v. Chin Champ (8,9). Nicolai Aldinger führte die Siegerehrung der zweiten Abteilung an. Er saß im Sattel des polnischen Wallachs Tissot, der im Besitz seines Vaters steht. Für ihre Vorstellung bekam das Paar eine 9,3. Die Schwedin Louise Svensson Jähde, die bei Peter Thomsen stationiert ist, wurde auf der sechsjährigen Holsteinerin Climbim v. Clarimo Zweite (9,0).

Den Castelan-Nachkommen Citius (6 Jahre) ritt Pia Münker auf den dritten Platz (8,9). In der Geländepferdeprüfung Klasse L wurde die Tageshöchstnote vergeben. Über eine 9,5 freute sich Pia Münker, die sie für ihre Vorstellung mit dem sechsjährigen Embassy I-Sohn Eddie Weld bekam. Besser war keiner der insgesamt 59 Starter. Das bedeutete den Sieg in der ersten Abteilung. Platz zwei ging an Lotte Palmgren auf March Boy (9,2), einem sechsjährigen Holsteiner v. Mighty Magic, vor Nadine Marzahl mit der sieben Jahre jungen Hannoveraner Stute Variety v. Valentino (8,9) und Stephanie Böhe auf Conchita (8,7), einer OS-Stute v. Concetto. In der zweiten Abteilung hatte Louise Svensson Jähde zweifach Grund zur Freude: Mit der Holsteinerin Qula v. Quadros (7 Jahre) sicherte sie sich den Sieg (9,3), auf dem sechsjährigen Lavaletto-Sohn Larano wurde sie außerdem Dritte (8,8). Dazwischen schob sich die Deutsche Sportstute Romanze v. Romanov Blue Hors unter Stephanie Böhe auf Platz zwei (9,0). Andreas Brandt wurde auf dem Holsteiner Claus Vierter (8,7). Beide Geländepferdeprüfungen waren als Qualifikation für das Bundeschampionat in Warendorf ausgeschrieben.

Großes Interesse
Rund 3000 Zuschauer waren zu dem One-Day-Event gekommen. Das Jazz Trio-Hamburg sorgte für die musikalische Unterhaltung und die Kinder konnten auf dem Ponyrücken und unter Aufsicht das Gelände rund um den Hauptplatz erkunden. Kommentator Günther Kraack begleitete informativ und unterhaltsam durch beide Turniertage, kompetent unterstützt von Christian Stocker. „Mit welchem Herzblut die Familien Hamann und Behmann diese Veranstaltung auf die Beine stellen, ist einfach Klasse“, brachte es Richter Karsten Theise am Ende des Tages auf den Punkt.

Besonderer Dank gilt dem Hauptsponsor Gutshof-Ei, dem Ostholsteiner Reiterverein Malente-Eutin (ORV) und dem Pferdesportverband Schleswig-Holstein (PSH) sowie der Hauptgenossenschaft Kiel mit ihrer Pferdefuttermarke „Champ“, den Firmen Nordsaat, Blunk, Deutsche Saatgut, dem Claus Rodenberg Waldkontor, der Dachdeckerei Arp, dem Bauernblatt sowie dem Förderverein Vielseitigkeit, der Familie Schubert und vielen weiteren Unterstützern. Nur mit den zahlreichen großzügigen Sponsoren und vielen freiwilligen Helfern ist die Vielseitigkeit Hornsmühlen zu realisieren. Weitere Infos unter www.vielseitigkeit-hornsmuehlen.de Die vollständigen Ergebnisse finden Sie unter www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten

Foto: © www.sportfotos-sh.de

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