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Bad Segeberg | Kreisverwaltung Segeberg

„Ausgezeichnete Wasserqualität“ der Seen im Kreis Segeberg

Bad Segeberg (em) Die Messwerte der 26 Badestellen und fünf Bademöglichkeiten im Kreis Segeberg können sich sehen lassen. Dreimal schon wurden dort in dieser Saison die bestmöglichen Ergebnisse erzielt. Bereits in den vergangenen Jahren glänzten Mözener See, Blunker See, Großer Segeberger See und die übrigen 13 Seen mit sehr guten Werten.

Auch die jüngsten Messungen vor wenigen Tagen fielen erneut durchweg positiv aus. Nasse Füße sind unangenehm, weswegen Constanze Betker niemals ohne ihre Watstiefel auf Tour geht. Während der Badesaison hat sie gemeinsam mit ihren sieben Kolleginnen und Kollegen die Badewasserqualität im Auge. Mindestens fünf Mal nehmen die Gesundheitsaufseher des Fachdienstes „Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz“ zwischen Mitte Mai und Mitte September Proben in den Gewässern. Neben den überlangen Gummistiefeln hat Constanze Betker stets Thermometer und pH-Meter dabei, um Luft- und Wassertemperatur sowie den pH-Wert zu messen. Der pH-Wert schwankte am jüngsten Untersuchungstag zwischen 9,3 und 8,0.

Ganz wichtig ist zudem eine Metallstange, an der die Glasflaschen für die Probenentnahmen befestigt werden. Mit ihr ist es Constanze Betker möglich, Proben 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche zu entnehmen. Und dann ist da noch die Secchi-Scheibe, ein Hilfsgerät für die rasche und einfache Ermittlung der Sichttiefe in einem Gewässer. Der Große Segeberger See und der Ihlsee haben hier die Nase vorn – garantieren sie doch Sichtweiten von mindestens zweieinhalb Metern. Sind die Wasserproben in den Flaschen, werden sie in die Landeshauptstadt gebracht und dort am Hygiene-Institut des Kieler Universitätsklinikums auf das Bakterium Escherichia coli (abgekürzt E. coli) sowie auf Intestinale Enterokokken untersucht.

„Wir hatten seit Jahren keine bakteriellen Auffälligkeiten“, sagt Constanze Betker. Sollten die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte aber doch einmal über schritten sein, würden weitere Proben an der entsprechenden Badestelle entnommen werden, um genauere Bestimmungen machen zu können. Alles in allem steht einem ungetrübten Badespaß also nichts entgegen – wäre da nicht noch die Blaualge, die sich je nach Wetterlage in einem Ausmaß vermehrt, das für den menschlichen Körper ungesund werden kann. Die Bezeichnung „Alge“ ist übrigens im Grunde irreführend, denn es handelt sich genaugenommen um Bakterien, wie auch die wissenschaftliche Bezeichnung „Cyanobakterien“ verdeutlicht.

Die meisten Blaualgen-Arten sind für den Menschen harmlos. Bestimmte Blaualgen produzieren aber Stoffe, die giftig für ihn sind. Durch Verschlucken können die Gifte in den Körper gelangen und zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen. Blaualgen sind auch für Reizungen an Haut, Schleimhaut und Augen sowie Entzündungen und allergische Reaktionen verantwortlich. Werden die Grenzwerte überschritten, müssen belastete Seen gesperrt oder entsprechende Warnungen an die Bevölkerung herausgegeben werden. Aber auch hier gibt es für den Kreis Segeberg derzeit Entwarnung: Blaualgen sind zwar vereinzelt zu finden, ihre Konzentration ist aber sehr gering.

Die aktuellen Messergebnisse sowie weitere Informationen über die Badeseen im Kreis Segeberg und in Schleswig-Holstein gibt es unter: www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/B/badegewaesser.html

Foto: Constanze Betker bei der Arbeit im Ihlsee in Bad Segeberg ©Sabrina Müller

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