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Bad Segeberg | Museum

Mit Virtual-Reality-Brille Segeberg anno dom. 1600 erleben

Bad Segeberg (em/sw) Wer würde das nicht gerne einmal: per Zeitmaschine in die Stadt Segeberg vor 400 Jahren reisen? Einmal von dem „Flecken“ Gieschenhagen aus durch das Segeberger Holstentor in die Bürgerstadt am Kalkbergfuß wandern?

Um das Fachwerk-Rathaus herum zum prächtigen Rantzau-Palais und hinunter bis zum Kleinen Segeberger See laufen, ganz nach oben auf das Gipfelplateau des historischen Kalkberges steigen, über die Zugbrücke und durch’s Burgtor in die riesige Siegesburg schreiten, – um dann vom mächtigen Bergfried herunter auf die kleine Stadt am Bergfuß zu schauen. Oder durch die Klostertore treten, um auf dem ausgedehnten Areal des Augustiner- Chorherrenstiftes die Marienkirche in ihrer Ursprungsgröße mit dem angrenzenden Kreuzgang zu umrunden? Geht leider nicht? – Geht vielleicht doch!

Museumsleiter Nils Hinrichsen hat das Projekt ins Leben gerufen: „Durch die virtuelle Welt von Segeberg anno dom. 1600 können die Segeberger einen Blick in die Vergangenhheit ihrer Stadt werfen.“ Leider kann das Projekt im Moment nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Die Räumlichkeiten in diesem Museum sind einfach zu klein. Wir sind auf der Suche nach einem geeigneten Saal, möglichst in der Nähe des Kalkbergs, um allen Besuchern die virtuelle Welt erlebbar zu machen.“ In intensiver Zusammenarbeit mit der HafenCity Universität Hamburg hat das Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus alles wiederentstehen lassen: Mittels einer Virtual-Reality-Anlage ist es unter einer VR–Brille wieder möglich, die Frühe Neuzeit am und auf dem Kalkberg zu durchwandern: Auf einer Fläche von rund 2 m² hat Museumsleiter Nils Hinrichsen sämtliche Stadtgebäude, das „Kloster“ mit der Marienkirche, den Kalkberg in seiner ursprünglichen Größe und die Siegesburg darauf rekonstruiert und im Maßstab 1:1 (!) virtuell nachbauen lassen.

Zeitreise pur ...
... in einem historischen Stadtmodell, das bundesweit einzigartig ist! Für Bad Segeberg macht es dabei besonders Sinn: Denn seit der Zerstörung der Burganlage (1644) und dem anschließenden Abbau des Kalkberges hat sich in den nachfolgenden Jahrhunderten das Stadtbild der einstigen Burgsiedlung Segebergs vollkommen gewandelt. Welcher Besucher der Karl-May-Spiele weiß heute noch, wie bedeutsam und historisch das Areal ist, auf dem er sich gerade bewegt? Im VR-Modell ist alles wieder auferstanden! Der Eindruck ist dabei so unfassbar realistisch, dass sich an der gefährlich hohen Steilkante des Kalkberges echte Schwindelgefühle einstellen, während die Wolken über einen hinweg ziehen, die Sonne blendet und die Bäume sich im Winde wiegen. „Auch nach der aktuellen Fertigstellung des VR-Modells ist ein fortlaufender Weiterbau geplant; Ergänzungen mit speziellen Details, Verfeinerungen von Landschaft und Natur und insbesondere die Ausdifferenzierung der Burg mit ihren mittelalterlichen Bauelementen ist geplant“, erklärt Nils Hinrichsen. „Wer mag, kann sich jederzeit daran beteiligen – und mit einem Sponsoren-Schild am ausgewählten Gebäude im Modell selber verewigen: dazu einfach den Button „Spendenprojekt“ auf der Museums-Hompage anklicken und ein noch freies Gebäude auswählen.“ Übrigens: Sponsoren sind natürlich bevorzugte „Zeitreisende“ auf der nächsten Präsentation.

Dauerhafte Ausstellungsfläche
Da im Alt-Segeberger Bürgerhaus nicht der Platz für einen endgültigen Einsatz des virtuellen Stadtmodells gegeben ist, sucht das Museum zurzeit einen geeigneten Ort für eine öffentliche Präsentation. Interessierte können sich im Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus natürlich trotzdem einen ersten Eindruck verschaffen: In einem Animationsfilm, den der Bad Segeberger 3D-Künstler Uwe Oswald aus der Datei des VR-Modells erschaffen hat, durchfährt der Besucher in sieben Kamerafahrten das frühneuzeitliche Segeberg mit Burg und Kloster. „Durch den Aufbau der Animation Segeberg anno dom. 1600 konnten wir zugleich die Dauerausstellung des Museums zur Stadtgeschichte mit spektakulären filmischen Ansichten ergänzen.“

Infos zum Museum und zum Spendenprojekt unter: www.museum-badsegeberg.de



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