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Bad Segeberg | Niclas Herbst MdEP

Niclas Herbst bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg

Bad Segeberg (em) Zu einem informellen Besuch bei einer Feuerwehr in seinem Wahlkreis kamen am Freitag morgen im Bad Segeberger Feuerwehrhaus Bürgervorsteherin Monika Saggau, Bürgermeister Dieter Schönfeld, Bad Segebergs Hauptausschussvorsitzender Olaf Tödt, Stadtwehrführer Mark Zielinski und der sein Stellvertreter Axel Pottkamp mit dem Europaabgeordneten Niclas Herbst zusammen.

Themen, die durch die Entscheidungen in Brüssel auf die Feuerwehren einwirken, sind vielfältig. Information direkt an der Basis zu erfahren und durch das gewonnene Verständnis sich in Brüssel hierfür einzusetzen, war der Wunsch der Feuerwehrführung an Niclas Herbst. Z.B. die Besteuerung der Gebühren für die Leistungen der Feuerwehr und die Auswirkungen auf die Feuerwehren durch wieder steigende Verwaltungsaufgaben und Bürokratie, die Folgen bei der Umsetzung der Arbeitszeitrichtlinie nicht nur auf das Ehrenamt bei den Feuerwehren und die Förderung des Feuerwehrwesens durch die EU waren die Kernthemen des Informationsaustausches.

Problematisch für die Regelung der Probleme auf EU Ebene ist, dass es in den meisten europäischen Ländern nur Berufsfeuerwehren oder ähnliche Arbeitsmodelle gibt. Aus diesem Grund gibt es auch wenig Verständnis bei den meisten anderen Mitgliedsstaaten für eine Lösung der Probleme der ehrenamtlichen Organisation des Feuerwehrwesens in Deutschland. Gemeinsam geltende EU-Richtlinien die Ausstattungen überall gleich zu gestalten und einzuhalten, ist aufgrund der sich bei verschiedenen örtlichen Anforderungen, zB. Küste oder Autobahnen - bis zu schwer erreichbaren Bergregionen oder unzugänglichen großflächigen Waldgebieten, mehr als anspruchsvoll und schwierig. „In Deutschland finden wir eine völlig andere „Feuerwehrinfrastruktur“ vor, die sich geschichtlich aber auch gesellschaftspolitisch völlig anders darstellt als in den meisten EU Staaten. Das europaweit standardisierte Vergaberecht mit den geltenden Anforderungen bei Ausschreibungen dient nicht immer dem Ziel, eine praktikable und der Feuerwehr dienliche Beschaffung durchzuführen und letztlich dieses auch rechtssicher einzuhalten. Niclas Herbst sagte zu, sich bei der Regelung vor Ort und wie auch persönlich mit seinen Möglichkeiten in der Europäischen Union für die von der Segeberger Feuerwehr eingebrachten Informationen, Ideen und Visionen einzusetzen.

Diskutiert wurde auch über die Infrastruktur und Organisation für gemeinsame europaweite Einsätze in Katastrophenfällen wie Waldbränden, Ausfall der Stromversorgung, Küstenschutz und luftgestützte Einsätze wie Brandbekämpfung durch Hubschrauber oder Flugzeuge.

Thematisiert wurde auch die Einführung eines Pflichtjahres oder Veränderungen der Möglichkeiten beim Freiwilligendienst, um die gemeinnützige, soziale oder caritative Dienste attraktiver zu gestalten. Zum Abschluss des Treffens wurde die Möglichkeit eines Pilotprojektes im Rahmen des Neubaues der Bad Segeberger Feuerwehrwache für den Ausnahme-, Krisen- oder Katastrophenfall diskutiert.

„Aus diesem Gespräch nehme ich zahlreiche Anregungen für meine politische Arbeit in Brüssel mit und werde mich für die einzelnen Punkte einsetzen,“ dankte der Europaabgeordnete den Gastgebern nach dem Treffen. Bereits am Sonnabend, 25. Januar wird Niclas Herbst beim traditionellen Eisbeinessen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg im Vitalia Seehotel ein Grußwort an die 500 Teilnehmer sprechen.

Foto: (v.l.n.r.) Axel Pottkamp, Monika Saggau, Mark Zielinski, Niclas Herbst, Olaf Tödt und Dieter Schönfeld

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