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Bad Segeberg | Polizei

Durchwachsene Bilanz der polizeilichen Kriminalstatistik

Bad Segeberg (em) Am Freitag, 19. März stellte die Polizeidirektion Bad Segeberg, zuständig für die Kreise Pinneberg und Segeberg, die Kriminalstatistik für 2018 vor.

Der Behördenleiter Andreas Görs, der Kriminalinspektionsleiter Jochen Drews und seine Vertreterin Sarah Lampe informierten um 9 Uhr in den Räumlichkeiten der Polizeidirektion Bad Segeberg. Die Gesamtkriminalität ist leicht um 4,81 Prozent (+1611 Fälle) auf 35.075 Fälle angestiegen. Ohne ausländerrechtliche Verstöße liegt der Anstieg bei 3,23 Prozent (+1039 Fälle). Zum Vergleich: Im Land Schleswig-Holstein sind die Zahlen um 0,8 Prozent gesunken.

„Trotz einer durchwachsenen Bilanz für das zurückliegende Jahr leben wir in den Kreisen Segeberg und Pinneberg sicher“, so der Leitende Polizeidirektor Andreas Görs. „Schwerpunkte für das Jahr 2019 liegen in der Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität, der Kriminalität zum Nachteil von älteren Mitbürgern sowie der Jugend- und Rauschgiftkriminalität.“

Kreis Segeberg
Die Anzahl der Straftaten im Kreise Segeberg stieg im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent. Werden die ausländerrechtlichen Verstöße rausgerechnet, beträgt die Steigerung noch 4,2 Prozent (15.349 Fälle). Die Aufklärungsquote im Kreis Segeberg sinkt bei den bereinigten Zahlen leicht um 0,9 Prozent auf 52,2 Prozent. Mehr als jede zweite Straftat wird aufgeklärt. Bei 9.770 aufgeklärten Taten sind durch die Polizei insgesamt 7.955 Tatverdächtige ermittelt worden. Das sind 790 weniger als in 2017.

Durch die im Jahr 2018 im Kreis Segeberg begangenen Straftaten wird ein Gesamtschaden von rund 17,7 Millionen Euro verursacht. Den größten Anteil an der Gesamtschadenssumme nimmt die Wirtschaftskriminalität mit knapp 8,1 Millionen Euro ein, gefolgt von der schweren Diebstahlskriminalität mit fast 6,1 Millionen Euro. Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sinken 2018 im Verhältnis zu 2017 um 53 Fälle. Rund 81,2 Prozent aller Fälle werden aufgeklärt. Die Rohheitsdelikte steigen um 137 Fälle auf 2.207 Taten. Die Brandstiftungen nehmen von 67 auf 102 Fälle zu. Gleichzeitig sinkt die Aufklärungsquote auf 23,5 Prozent (2017: 44,8 Prozent).

Diebstahlsdelikte machten im Kreis Segeberg einen Anteil von 35,5 Prozent aus. Die Aufklärungsquote sinkt von 28,5 Prozent auf 26,2 Prozent. Bezüglich der Ladendiebstähle hält der ansteigende Trend aus den letzten Jahren an. Die Fallzahlen steigen von 979 auf 1.039 Fälle. Der Wohnungseinbruchdiebstahl nimmt um 25,4 Prozent zu, nachdem er im letzten Jahr noch deutlich abgenommen hatte (-42,1 Prozent). Im Landestrend nehmen die Fallzahlen im Jahr 2018 in diesem Deliktsbereich zum wiederholten Mal ab (-9,5 Prozent). Gleichzeitig sinkt zu den steigenden Fallzahlen die Aufklärungsquote im Kreis Segeberg von 10,4 Prozent auf 6,6 Prozent.

Auch wenn die Fallzahlen im Zehn-Jahreszeitraum im Jahr 2018 den zweitniedrigsten Wert erreicht haben, verdeutlichen die gestiegenen Fallzahlen, dass das Deliktsfeld des Wohnungseinbruchdiebstahls nach wie vor ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit im Kreis Segeberg sein wird. Die Vermögens- und Fälschungsdelikte nehmen in 2018, wie auch bereits in den letzten Jahren, zu. Die Aufklärungsquote sinkt hier von 76,7 Prozent auf 72,1 Prozent.

Rauschgiftkriminalität bleibt ein Deliktsfeld, das die Polizei weiterhin intensiv beschäftigt. Wie in den letzten Jahren sind auch für 2018 Steigerungsraten zu verzeichnen. Die Zahl der tatverdächtigen Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden ist leicht angestiegen. Die Altersgruppe der Heranwachsenden stellt dabei den größten Anteil. Die jungen Täter sind insbesondere in den Deliktsfeldern Raub (hier speziell der Straßenraub), Sachbeschädigung in der Öffentlichkeit, bei Diebstählen und Körperverletzungsdelikten auffällig.

Kreis Pinneberg
Die Zahl der erfassten Straftaten stieg leicht an. Im Verhältnis zur Bevölkerung des Kreises Pinneberg wurden 5.745 Straftaten pro 100.000 Einwohner begangen. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle stieg. Jede zweite Straftat konnte aufgeklärt werden. Zu 8.886 aufgeklärten Taten wurden 6.804 Tatverdächtige ermittelt. Durch die registrierten Straftaten wurde ein Gesamtschaden von 34,5 Millionen Euro verursacht. Diese deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr beruht hauptsächlich auf einer Steigerung des durch Wirtschaftskriminalität verursachten Schadens auf 20,5 Millionen Euro.

Diebstähle dominieren mit einem Anteil von 40,1 Prozent die registrierten Fälle. Wohnungseinbruchdiebstahl bleibt nach wie vor einer der Schwerpunkte der polizeilichen Arbeit. Die Anzahl der im Kreis Pinneberg registrierten Fälle ist im Vergleich zum Vorjahr wieder um 206 auf 775 Fälle angestiegen. Der Diebstahl von Kraftfahrzeugen ist ebenfalls gestiegen, der Diebstahl aus Kraftfahrzeugen hingegen gesunken. Die Anzahl der insgesamt erfassten Rohheitsdelikte ist leicht gestiegen. Raubdelikte nahmen dabei deutlich zu, Körperverletzungen hingegen nahmen ab. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nehmen um 27 Fälle deutlich zu. Brandstiftungen nehmen erneut zu. Vermögens- und Fälschungsdelikte nehmen deutlich zu. Weiterhin machen Betrugsdelikte den größten Anteil der erfassten Taten aus.

Der Anteil der Wirtschaftskriminalität im Kreis Pinneberg steigt nach einer Abnahme im letzten Jahr wieder an. Die Aufklärungsquote liegt hier allerdings bei fast 100 Prozent. Die registrierte Rauschgiftkriminalität sinkt im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent. Durch Jugendliche, Heranwachsende und Kinder begangene Straftaten nehmen erneut ab. Allerdings macht diese Gruppe 57,3 Prozent der Tatverdächtigen von Raubdelikten aus.

Die komplette Kriminalstatistik 2018 der Kreise Segeberg und Pinneberg kann unter www.t1p.de/r5o8 eingesehen werden.

Originaltext: Polizeidirektion Bad Segeberg

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