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Bad Segeberg | Wege-Zweckverband

Kompostverarbeitung: Gartenabfall auf sozialen Wegen

Bad Segeberg (em) Gartenabfall von den Kunden der Recyclinghöfe im WZV Gebiet nimmt soziale Wege. Ab Juli werden die grünen Abfälle für drei Jahre in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu hochwertigem Kompost verarbeitet.

Die OAR Biokompostierung aus Kiel Altenholz hat sich an einer euroweiten Ausschreibung des WZV beteiligt und den Zuschlag für den Transport und die Verwertung von 8.500 Tonnen Grünabfall pro Jahr erhalten. Die strengen Auswahlkriterien erfüllte das gemeinnützige Unternehmen der Schleswiger Werkstätten mit Bravur. So wurde seitens des WZV gefordert, dass mindestens 30% Menschen mit Behinderungen beschäftigt sein müssen. Die aus dem Grünabfall erzeugten Produkte sollten ein anerkanntes Gütesiegel der Bundesgütegemeinschaft Kompost tragen. Außerdem musste der Betrieb ein Entsorgungsfachbetrieb sein. Der WZV forderte zudem einen wirtschaftlichen Preis.

Der OAR Betriebsleiter Bernd Clausen und die kommissarische Verbandsvorsteherin Dr. Beatrix Klüver unterzeichneten nach Zustimmung der Verbandsversammlung nun den gemeinsamen Vertrag.

Diese Kooperation bietet viele Vorteile für beide Seiten: Der WZV Auftrag sichert die Beschäftigung von 40 Menschen mit Behinderung. Die Ausschreibung für drei Jahre bietet Entsorgungssicherheit und das auch noch zu einem sehr günstigen Entsorgungs- und Transportpreis. Zusätzlich fallen für Leistungen von Werkstätten für behinderte Menschen nur 7 % Umsatzsteuer an. Der WZV spart somit allein durch die verminderte Umsatzsteuer rund 140.000 Euro. Die Beauftragung einer Werkstatt für behinderte Menschen reduziert zudem die Schwerbehinderten-Abgabe des WZV.

„In den letzten Jahren war der Entsorgungspreis für Grünabfall starken Steigerungen unterworfen. Zusätzlich musste ich viele Telefonate führen, um für die anfallenden Mengen schnell eine geeignete Verwertungsanlage zu finden. Jetzt haben wir einen sehr guten Preis und Entsorgungssicherheit“, freut sich die Kompostberaterin Birgit Henß. Außerdem ergänzt Julia Hobohm, Bereichsleiterin Abfall: „Alle drei notwenigen Säulen der Nachhaltigkeit, wie Wirtschaftlichkeit, soziale und ökologische Aspekte sind erfüllt. Durch den Einsatz von Kompost in Gartenerden wird Torf ersetzt. Dieser ökologische Aspekt wird in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger.“

Die OAR Biokompostierung erzeugt aus dem Grünabfall der Recyclinghöfe Schmalfeld, Segeberg und Tensfeld hochwertigen Kompost, der regelmäßig analysiert wird. Dieser Kompost ist die Grundlage für eine Vielzahl von Gartensubstraten für Hobby- und Profigärtner. Die abgepackten Erden finden dann Absatz über Baumärkte, Fachmärkte und Recyclinghöfe. Auch die WZV Recyclinghöfe haben die Produkte im Programm. Das ist Kreislaufwirtschaft pur. Alle biogenen Ressourcen bleiben in der Region.

Foto: Bernd Clausen und Dr. Beatrix Klüver bei der Vertragsunterzeichnung.

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Wege-Zweckverband Kreis Segeberg
Am Wasserwerk 4
23795 Bad Segeberg
Tel.: 0 45 51 / 90 90
info (at) wzv.de
www.wzv.de
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