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Bad Segeberg | Ärztegenossenschaft Nord eG

Ärztegenossenschaft Nord eG gegen Kinderadipositas

Bad Segeberg (em) Zur Verbesserung der medizinischen Versorgung hat die Landesregierung im Herbst 2018 einen Versorgungssicherungsfonds eingerichtet. Am 28. August 2020 überreichte Herr Dominik Völk, Leiter der Gesundheitsabteilung im Sozialministerium in Kiel, den beiden Projektleitern Herrn Dr. med. Michael Emken, niedergelassen als Allgemeinarzt in Bad Segeberg, und Herrn Privatdozent Dr. med. Dipl.-Psych. Ingo Menrath, Kinderarzt im UKSH Campus Lübeck, einen Förderbescheid in Höhe von EUR 499.536,96 für ihr Projekt HEUREKA.

Die Kollegen Emken und Menrath engagieren sich seit Jahren als ärztliche Leiter des Zentrums für interdisziplinäre modulare Trainingsprogramme (ZIMT) für das Thema Kinderadipositas.

Kinder und Jugendliche mit Übergewicht und Adipositas sowie ihre Familien brau-chen eine möglichst flächendeckende, wohnortnahe und leitliniengerechte Versorgung in Schleswig-Holstein. Das ist das wesentliche Ziel des Projektes HEUREKA der Ärztegenossenschaft Nord. Durch das Projekt soll unter anderem die fach- und sektorenübergreifende Zusammenarbeit von Kinder- und Hausärzten mit verschiedenen anderen Disziplinen verbessert werden, so dass die Kinder und Jugendlichen im Sinne eines Behandlungspfades eine strukturierte passgenaue Therapie erhalten.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen laufen häufig jahrelang durch das Gesundheitssystem, ohne auf ihr Übergewicht angesprochen zu werden, geschweige denn eine passende Behandlung zu bekommen. Wenn sie dann eine Behandlung bekommen, ist diese in der Regel zeitlich befristet und entspricht nicht den Anforderungen einer chronischen Erkrankung, die eine fortlaufende Betreuung und Behandlung nötig macht. Schließlich ist das System kompliziert und intransparent, so dass Familien häufig daran verzweifeln, die notwendigen Maßnahmen ggf. zu beantragen und wahrzunehmen. Hier bietet das Projekt HEUREKA Lösungsansätze. Etwa 800.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind an Adipositas erkrankt. Adipositas gehört damit zu den häufigsten Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Auch in Schleswig-Holstein stagniert die Rate der übergewichtigen und adipösen Kinder und Jugendlichen auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig ist die fachübergreifende Behandlung der Kinderadipositas keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

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