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Bad Segeberg | Agentur für Arbeit

Lichtblick am Arbeitsmarkt

Kreis Segeberg (em) Im Kreis Segeberg sinkt die Arbeitslosenzahl um 127 Personen oder 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit waren im August 8.330 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 1.967 Personen oder 30,9 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote ist von 5,5 im Vormonat auf 5,4 Prozent zurückgegangen. Vor einem Jahr hatte sie 4,1 Prozent betragen. „Erstmals seit Beginn der Corona-Krise ist der Arbeitsmarkt wieder im Aufwärtstrend!

Viel mehr Menschen waren im letzten Monat bei der Jobsuche erfolgreich. Zudem können mehr Arbeitslose in notwendige Qualifizierungen starten, um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Und auch der Ausbildungsstart entlastet den Arbeitsmarkt derzeit", erklärt Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Im August meldeten sich 589 Menschen aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung ab – im Juli sind es nur 410 gewesen. Weitere 460 Arbeitslose begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung (Juli: 225).

„Wenn die Jobsuche schwierig bleibt, weil Kenntnisse fehlen oder nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind, sollte auch in dieser besonderen Zeit über Qualifizierung gesprochen werden. Viele Bildungsangebote sind wieder offen, teilweise werden sie mit mehr digitalen Anteilen angeboten. Die Arbeitsagentur und das Jobcenter unterstützen mit Beratung und fördern notwendige Weiterbildungen“, so Thomas Kenntemich.

Von den insgesamt 8.330 Arbeitslosen betreute die Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) im August 4.148 Personen. Damit ist die Zahl um 68 gegenüber dem Vormonat gesunken. Es sind 1.568 Personen (+60,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr bei der Arbeitsagentur gemeldet. Beim Jobcenter (Grundsicherung) waren 4.182 Arbeitslose registriert. Dies sind 59 Personen weniger als im Juli. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl um 399 Personen oder 10,5 Prozent gestiegen.

Vor allem die Arbeitsagentur hat in der Corona-Pandemie einen enormen Anstieg ihrer Kunden um rund 60 Prozent zu verkraften. Hinzu kommt, dass Kommunikationswege und Organisationsabläufe völlig umgestellt werden mussten. Arbeitsvermittler/innen und Berater/innen haben die Bearbeitung der Arbeitslosengeldanträge und der Anzeigen auf Kurzarbeit übernommen, um Existenzen von Arbeitnehmern/innen und Unternehmen finanziell abzusichern. Weiterhin bearbeitet eine große Zahl an Unterstützern/innen die monatliche Flut an Kurzarbeitergeldabrechnungen.

„Die Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes bindet weiterhin enorm viele Kapazitäten. Es bleibt für uns aber der richtige Weg, um den Menschen in unserer Region ihre Arbeitsplätze und den Betrieben ihre Fachkräfte zu erhalten,“ sagt Thomas Kenntemich.

Im August zeigten nur noch 27 Betriebe aus dem Kreis Segeberg für 312 Beschäftigte Kurzarbeit neu an. Der Höhepunkt der Anzeigen lag im April – in diesem Monat gingen über 2.100 Anzeigen für rund 28.000 Beschäftigte bei der Arbeitsagentur ein. Die Unternehmen reichen nach der Bewilligung des Kurzarbeitergeldes monatlich die Abrechnung für die jeweils betroffenen Arbeitnehmer/innen ein, dazu haben die Unternehmen drei Monate Zeit. Nicht jede angezeigte Kurzarbeit wird vollumfänglich umgesetzt. Teilweise wurde Kurzarbeit auch vorsorglich angezeigt oder ehemals Kurzarbeitende können inzwischen wieder voll arbeiten. Erstmals liegt jetzt eine Auswertung der tatsächlich realisierten Kurzarbeit für den Agenturbezirk Elmshorn (Kreise Pinneberg und Segeberg) vor.

Demnach haben im Monat April 3.991 Unternehmen der beiden Kreise das Kurzarbeitergeld tatsächlich in Anspruch genommen. Dies sind rund 90 Prozent der 4.420 anzeigenden Unternehmen. Erfreulicherweise musste jedoch nur jeder Zweite der angezeigten 54.608 Arbeitnehmer/innen auch in die Kurzarbeit gehen. Abgerechnet wurden von den Unternehmen 27.539 Kurzarbeitende.

Die Stellenmeldungen kommen im August noch nicht so richtig in Fahrt. Die Personalnachfrage bleibt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Unternehmen gaben dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Elmshorn und des Jobcenters Kreis Segeberg 434 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen neu zur Besetzung auf - neun weniger als im Vormonat. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 3.775 freie Stellen gemeldet, dies sind 25,3 Prozent weniger als in den ersten acht Monaten des Vorjahres. Während der unterschiedlichen Phasen der Corona-Pandemie hat die Agentur für Arbeit ihre bisherigen Organisationsstrukturen an allen Standorten im Kreis stetig überdacht und angepasst.

Persönliche Kontaktwege mussten kurzfristig auf Internet, Email und Telefon verlegt werden. Dabei war es sehr von Vorteil, dass die Bundesagentur bereits über weitreichende Onlineangebote verfügte. So können im Internet nicht nur Informationen zur Berufsorientierung oder zu Weiterbildungsangeboten abgerufen werden, sondern beispielsweise auch der eigene Bewerberaccount in der Jobbörse erstellt und gepflegt, Arbeitslosengeld beantragt und auch viele persönliche Änderungen online mitgeteilt werden. Durch die besondere Corona-Lage nutzten viel mehr Kundinnen und Kunden diese Angebote von zu Hause - die Resonanz war sehr positiv.

Aktuell können nun auch die Arbeitslosmeldungen online erfolgen. Es ist derzeit also keine weitere persönliche Vorsprache notwendig, wie sie das Gesetz eigentlich vorsieht. Für die Identifizierung anhand von Ausweisdokumenten wurde kurzfristig ein neues Online-Verfahren eingerichtet. Damit ist für das gesamte Verfahren von der Arbeitssuchendmeldung über den Leistungsantrag bis zu einer Abmeldung in Arbeit kein persönliches Erscheinen in der Agentur für Arbeit mehr erforderlich.

Die Bundesagentur für Arbeit arbeitet am weiteren Ausbau der Online-Angebote. Derzeit werden verschiedene Möglichkeiten erprobt, um die Beratungsangebote künftig noch vielseitiger anbieten zu können, dazu gehört auch die Videotelefonie nach vorheriger Terminierung. Das Onlinekonzept führt dazu, dass Arbeitnehmer/innen, Ausbildungssuchende und Arbeitgeber/innen ihre jeweiligen Anliegen ohne Fahraufwand von zu Hause aus erledigen können.

Aktuell finden – zum Schutz der Kunden und Mitarbeitenden - nur in dringenden Angelegenheiten persönliche Gespräche mit der Arbeitsvermittlung, Berufsberatung oder dem Reha-Team in den Dienststellen statt. „Durch die Corona-Einschränkungen haben wir gelernt, dass viele Dinge auch anders und moderner funktionieren. Wir überprüfen unser Agieren ständig. Im Mittelpunkt stehen für uns die Kundinnen und Kunden“ betont Thomas Kenntemich.

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Agentur für Arbeit Elmshorn
Agentur für Arbeit Elmshorn
Bauernweg 23
25335 Elmshorn
www.arbeitsagentur.de
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