Teilen Sie das Stadtmagazin auf Facebook.
Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos finden Sie in der Datenschutzerklärung
Akzeptieren und weitersurfen
Suchen Sie nach
Berichten, Bildern und Videoberichten


Bad Segeberg | Agentur für Arbeit

Hohe Arbeitslosenzahl sinkt erneut

Kreis Segeberg (em) Schon im vierten Monat nacheinander geht die Arbeitslosenzahl zurück. Weiterhin sind die Zahlen zum Vorjahr jedoch deutlich höher und Kurzarbeit stabilisiert noch sehr viele Beschäftigungsverhältnisse. Im Kreis Segeberg sinkt die Arbeitslosenzahl um 218 Personen oder 2,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit waren im November 7.824 Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 1.663 Personen oder 27,0 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote ist von 5,2 im Vormonat auf 5,0 Prozent zurückgegangen. Vor einem Jahr hatte sie 4,0 Prozent betragen.

„Der Arbeitsmarkt setzte im November nochmals positive Akzente. Der neue Teillockdown hatte im November keine Auswirkung auf die Entwicklung der Arbeitslosenzahl. Gastronomie, Hotels, Reisebüros und Veranstaltungsbranche setzen weiterhin meist auf Kurzarbeit. Während diese Branchen aktuell sehr stark betroffen sind, erholen sich andere weiter", erklärt Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn. Ein Aufwärtstrend war z.B. in Produktionsbetrieben der Metall- und Elektrobranche, im Kfz-Bereich oder der Logistik spürbar.

Die Jobsuche lohnt sich - viele Menschen waren auch in dieser außergewöhnlichen Zeit erfolgreich. Eine neue Beschäftigung konnten 552 Arbeitslose aufnehmen, das waren 101 mehr als im November letzten Jahres. Weitere 23 Menschen wagten den Schritt aus der Arbeitslosigkeit in eine Selbständigkeit (November 2019: 39 Personen).

Die Arbeitslosigkeit sinkt, dennoch betreut die Arbeitsagentur derzeit noch das 1,5fache der Kundenzahl des Vorjahres. Von den insgesamt 7.824 Arbeitslosen betreute die Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) im November 3.783 Personen. Damit ist die Zahl um 155 gegenüber dem Vormonat gesunken. Es sind allerdings 1.302 Personen (+52,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr bei der Arbeitsagentur gemeldet. Beim Jobcenter (Grundsicherung) waren 4.041 Arbeitslose registriert. Dies sind 63 Personen weniger als im Oktober. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl um 361 Personen oder 9,8 Prozent gestiegen.

Zu den 7.824 Arbeitslosen kamen im November 1.877 weitere Menschen, die ohne Arbeit waren – z. B. weil sie sich derzeit qualifizieren oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Insgesamt 9.701 Personen befanden sich damit im Kreis Segeberg in Unterbeschäftigung1). Die Unterbeschäftigung ist in den letzten zwölf Monaten um 1.412 Personen gestiegen. Damit liegt sie um 17,0 Prozent höher als im November 2019.

Im November besuchten 495 Menschen aus dem Kreis Segeberg eine berufliche Weiterbildung, die durch die Arbeitsagentur oder das Jobcenter gefördert wurde. Weitere 433 nahmen an Kurzqualifizierungen oder betrieblichen Praktika teil. Viele Arbeitsuchende erweitern auch während der Zeit der Pandemie ihre Kenntnisse, erwerben wichtige berufliche Zertifikate und können ihre Chancen bei der Jobsuche deutlich erhöhen.

„Trotz Corona-Krise suchen viele Betriebe händeringend Fachpersonal. Besonders Men-schen mit Handicap gelingt der Einstieg dennoch meist nur mit besonderen Anstrengun-gen“, sagt Thomas Kenntemich anlässlich des „Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung“ am 03. Dezember. „Dabei bringen Menschen mit Behinderung häufig die dringend gesuchten Qualifikationen und Fähigkeiten mit - jeder Zweite besitzt eine Berufsausbildung. Daher verdient jede Bewerbung eine faire Chance! Praktika und Probebeschäftigung eignen sich gut zum gegenseitigen Kennenlernen. Wir bieten dazu Beratung und individuelle Hilfen.“ Zurzeit sind 459 Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung im Kreis Segeberg arbeitslos gemeldet, das sind 94 mehr als vor einem Jahr. Arbeitgeber/innen, die sich über Praktikum oder Beschäftigungsmöglichkeiten informieren möchten, wenden sich an den Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter unter Tel. 0800 – 4 5555 20 (kostenfrei).

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist zum Vormonat etwas gestiegen. Mehr offene Stellen stehen in den Bereichen Logistik, Sicherheitsdienste, Baugewerbe und auch in industriellen Produktionsbetrieben bereit. Der Einbruch der Personalnachfrage im Frühjahr und Sommer hinterlässt dennoch deutliche Spuren - in diesem Jahr wurden bisher rund ein Viertel weniger Arbeitsstellen gemeldet als im Vorjahreszeitraum.

Die Unternehmen gaben dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Elmshorn und des Jobcenters Kreis Segeberg 458 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen neu zur Besetzung auf – 94 mehr als im Vormonat. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 5.039 freie Stellen gemeldet, dies sind 23,8 Prozent weniger als in den ersten elf Monaten des Vorjahres.

Auch im neuen Teillockdown bleibt die Kurzarbeit ein wichtiges und effektives Mittel um viele Arbeitsplätze in der Region zu sichern und den Unternehmen ihr eingearbeitetes Personal zu erhalten. Im November zeigten 141 Betriebe aus dem Kreis Segeberg für 1.219 Beschäftigte Kurzarbeit neu an. Dies sind deutlich mehr als im Vormonat mit nur 20 Anzeigen für 272 Beschäftigte. Vor allem der neue Teillockdown machte viele Anzeigen erforderlich - insbesondere, wenn Unternehmen zuvor drei Monate oder länger ohne Kurzarbeit ausgekommen waren.

Die tatsächliche Inanspruchnahme der vorab angezeigten Kurzarbeit, lässt sich wegen des flexiblen Abrechnungsverfahrens erst mit einem Zeitverzug ermitteln. Drei Monate haben Arbeitgeber Zeit, ihre Abrechnungen einzureichen. Jetzt liegen Kreisdaten für den Juni vor.

Demnach haben im Juni 1.243 Unternehmen des Kreises Segeberg das Kurzarbeitergeld auch tatsächlich in Anspruch genommen. Das sind 414 weniger als im Monat Mai. Betroffen waren 10.411 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – 3.088 weniger als im Mai.

Damit haben im Juni 11,1 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis kurzgearbeitet. Die Kurzarbeiterquote lag im Vormonat bei 14,4 Prozent.

„Mit dem Sommerbeginn war die Kurzarbeit in unserer Region einen deutlichen Schritt zurückgegangen. Dennoch wurde im Juni noch jeder neunte Beschäftigte mit Kurzarbeitergeld unterstützt,“ erläutert Thomas Kenntemich. „Aktuell unterstützen wir wieder viele Unternehmen, die durch die neuen Corona-Maßnahmen - oftmals erneut - von Kurzarbeit betroffen sind. Dafür gab es aus den betroffenen Branchen wie Gastronomie oder Touris-mus keinen für diesen Monat auffälligen Anstieg der Arbeitslosmeldungen. Dies zeigt, dass sich die Kurzarbeit weiter bewährt, auch wenn sie für viele einen längeren Zeitraum noch notwendig bleiben wird.“ www.arbeitsagentur.de/corona-kurzarbeit

bad-segeberg Agentur für Arbeit
Navigation
Termine heute