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Bad Segeberg | Aktuell

Das sind die Metropolitaner 2020

Kreis Segeberg (em) Das Obdachlosenmagazin Hinz&Kunzt, der Verein Ankerland e.V., der traumatisierte Kinder und Jugendliche unterstützt und Niels Schröder, Initiator und Chorleiter von “Der Norden Singt”, sind die Metropolitaner 2020. Aus 15 Favoriten gingen sie als Sieger hervor. Insgesamt haben über 7000 Menschen mehr als 12.000 Stimmen abgegeben.

In einer feierlichen Gala wurden die Preise gestern in der Hamburger Elbphilharmonie zum Wiederbeginn des Spielbetriebs verliehen. Unter der Schirmherrschaft der Regierungschefs der vier norddeutschen Länder Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg ehrt die Metropolregion Hamburg zum zweiten Mal Menschen, Vereine, Stiftungen und Unternehmen, die sich täglich für das Wohl der Region einsetzen. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank betonte bei der Eröffnung „Die Metropolregion Hamburg überrascht mich stets auf Neue: sie steckt voller außergewöhnlicher Initiativen, in ihr leben Menschen, auf die wir stolz sein können und es gibt Unternehmen, die aus Krisen Chancen machen. Mein Dank geht daher an die Projektinitiatoren aus dem Unternehmensbeirat der Metropolregion Hamburg, die dies gemeinsam mit Ländern, Kreisen, Kommunen, Handels- und Handwerkskammern sowie den Wirtschafts- und Sozialpartnern mit den Metropolitaner Awards sichtbar machen.“

Lutz Bethge, Vorsitzender des Unternehmensbeirats, sieht den Erfolg des Projektes im zweiten Jahr bestätigt: „Trotz der Corona-Pandemie erfreuen sich die Metropolitaner Awards eines deutlich wachsenden Interesses in der Bevölkerung. So wurden über 30 Prozent mehr Vorschläge eingereicht und die Beteiligung an der Abstimmung hat sich verdoppelt“.

Gemeinsam mit Projektpartnern, Sponsoren und prominenten Gästen wie Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz und Niedersachsens Europa- und Regionalministerin Birgit Honé wurden die drei Awards verliehen. Die Jurymitglieder Stefan Gwildis, Yared Dibaba und Caroline Kiesewetter sorgten mit norddeutschen Interpretation bekannter Hits für die musikalische Stimmung. Durch den Abend führte der Conférencier und Journalist Michel Abdollahi.

In der Kategorie Menschen aus der Region fiel die Publikumswahl auf Niels Schröder, Initiator und Chorleiter von “Der Norden Singt”. Entertainer Yared Dibaba stellte ihn in seiner Laudatio vor: „Niels Schröder begeistert uns mit seinen Mitmach-Konzerten und hat große Hallen gefüllt. Seit dem Frühjahr können Chöre sich nicht mehr zum Singen treffen und sind bundesweit verstummt. Nicht so bei uns, denn Niels Schröder hat kurzerhand aus "Der Norden Singt" „Der Norden Singt Zuhause“ gemacht, bei dem ich selbst mitmachen durfte. Die Reaktion der Mitsingenden in den eigenen vier Wänden war unbeschreiblich. Und so singen mit kostenlosen Livestreams wöchentlich über 5000 Menschen gemeinsam weiter - auch ohne sich treffen zu können. Ein tolles Beispiel, wie die Freude an der Musik die Menschen zusammenbringt.“

In der Kategorie Vereine und Stiftungen geht der Preis an den Verein Ankerland e.V. Laudator Reinhard Meyer, Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, freute sich besonders über diesen Preis: „Kinder brauchen einen besonderen Schutz. Das gilt noch viel mehr für traumatisierte Kinder. In der Öffentlichkeit spielt dieses Thema aber kaum eine Rolle. Vorbehalte abbauen und Information sind also wichtiger denn je. Der Verein Ankerland macht das seit vielen Jahren mit großer Kreativität und großem Engagement. Und mit dem spendenfinanzierten Therapiezentrum leistet der Verein auch ganz konkrete Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche aus der gesamten Metropolregion. Ein einzigartiges Projekt, das über die Region hinaus Vorbildcharakter hat.“

In der Kategorie Unternehmen setzte sich die gemeinnützige Hinz&Kunzt GmbH durch. In seiner Laudatio erläuterte Niels Pirck als Vertreter der Sparkassen in der Metropolregion Hamburg, die die Metropolitaner Awards bereits im zweiten Jahr als Sponsor unterstützen: „Hinz&Kunzt macht seit 1993 ein unterhaltsames Magazin, das gern gelesen wird. Mehr als 500 aktuelle und ehemalige Obdachlose und Menschen in prekären Lebenslagen erhalten dadurch Beschäftigung und Hilfe. Der Verkauf von Deutschlands größtem Straßenmagazin trägt dazu bei, das soziale Klima in der Metropolregion zu verbessern sowie Berührungsängste und Vorurteile zwischen Arm und Reich abzubauen. Manche Verkäufer sind an ihren Standorten inzwischen so etwas wie ‚die gute Seele des Viertels‘. Die gemeinnützige GmbH hat während der Corona-Pandemie echte Überlebenshilfe geleistet und schnell Konzepte für das kontaktlose Verkaufen des Magazins entwickelt.“ Zusätzlich zu den Awards wurden in den beiden Kategorien "Menschen aus der Region“ und „Vereine und Stiftungen“ Geldpreise von je 2.500 Euro für die Unterstützung der Projekte vergeben.

Foto: © Metropolregion Hamburg

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