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Bad Segeberg | Energiezentrale Nord

Kreishaus in Bad Segeberg ist Teil des Energiemonitorings

Bad Segeberg( em) Der Kreis Segeberg setzt bei der Umsetzung seiner Klimaziele auf Digitalisierung und geht mit der Einführung eines Energiemonitorings für die kreiseigenen Liegenschaften mit gutem Beispiel voran. Projektpartner ist die Energiezentrale Nord aus Norderstedt. Trotz aktuell geringerer medialer Aufmerksamkeit zählt der zivilisationsbefeuerte Klimawandel zu den größten Herausforderungen, mit denen wir alle unweigerlich konfrontiert sind.

Der kürzlich hautnah erlebte Wetterumschwung von Polarkälte zu Frühlingswärme innerhalb einer Woche bringt die Brisanz wie in einem Zeitraffer zutage.

Erwiesenermaßen sind Kohlendioxid-Emissionen ein wesentlicher Faktor für die fortschreitende Erderwärmung und deren nachhaltige Reduktion ein dringend gebotenes Ziel, um die Prozesse zu verlangsamen. Der Kreis Segeberg hat es sich zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz konsequent und qualitativ weiterzuentwickeln. Mit gezielten Zukunftsprojekten möchte er Vorreiter für ganz Schleswig-Holstein werden. Dabei soll die Digitalisierung eine Schlüsselrolle einnehmen.

Eines dieser Projekte betrifft die Einführung eines Energiemonitorings von Heizungsanlagen kreiseigener Gebäude wie Schulen, Kreisverwaltung, Feuerwehr, Sportstätten, Rettungswachen, Gemeinschaftsunterkünften und Jugendakademie. Mithilfe einer speziellen Software werden die Verbrauchswerte aller Gas-, Strom-, Wärme- und Wasserzähler digital erfasst. Damit sollen das Energiemanagement und -reporting vereinfacht und Schwachstellen in der technischen Gebäudeausrüstung aufgedeckt und optimiert werden.

"Ziel ist eine automatisierte Leistungsanpassung und Senkung des Energieverbrauchs und damit verbunden die Reduzierung des CO2-Ausstoßes", erläutert Michaela Lexau als Projektverantwortliche des Kreises Segeberg. Wie hoch die Einsparung aus dieser Maßnahme ausfallen wird, lässt sich derzeit noch nicht konkret beziffern, zumal weitere Modernisierungen der Liegenschaften die Werte zusätzlich verbessern sollen.

Mindestens zehn Prozent Energieeinsparung

Rafael Sporysz, Geschäftsführer des ausführenden Projektpartners Energiezentrale Nord, rechnet mit einer Energieeinsparung von mindestens zehn Prozent. Er stützt sich auf Erfahrungen aus ähnlich gelagerten Projekten, die das Unternehmen mit Sitz in Norderstedt bisher gesammelt hat. Dazu zählt auch "BETA Nord" des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen aus dem Jahr 2016. Aus diesem zeitlich begrenzten Gemeinschaftsprojekt resultierte schließlich auch die Kooperation mit dem Kreis Segeberg.

Derzeit werden die Liegenschaften alle digitalisiert und visualisiert, damit die Reports durch die digitale Verbrauchserfassung automatisiert erstellt werden können. Das Energiemonitoring ist auf Dauer angelegt und soll über die erzielten Einsparungen für den Kreis mindestens kostenneutral betrieben werden.

Es soll überdies als Referenz für weitere Kreise und Gemeinden dienen. Dazu will die EZ Nord die Vorteile für Kommunen detailliert und wirksam aufarbeiten. Mit einer Anpassung der Software an die jeweiligen Gegebenheiten wäre die digitale Umstellung überall problemlos umsetzbar. Die Implementierung zusätzlicher Alarmparameter für Störungen vereinfacht zudem deren Behebung.

Michaela Lexau freut sich über das angelaufene Projekt, das dabei helfen soll, die Klimaschutzziele des Kreises zu erreichen. Sie betont: "Wir sind ein moderner öffentlicher Dienstleister und gestalten unseren Kreis zukunftsorientiert für die Menschen, Kommunen und alle anderen Partner*innen. Wir stellen uns kreativ und positiv den anstehenden Herausforderungen."

Foto: Das Kreishaus in Bad Segeberg ist Teil des Energiemonitorings. Mit dessen
Hilfe sollen Fehler entdeckt werden, die in einem nächsten Schritt durch gezielte
Maßnahmen zu CO2-Einsparungen führen können. © Energiezentrale Nord

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