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Bad Segeberg | Katja Rathje-Hoffmann

Kontaktbeschränkungen möt sien

Kreis Segeberg (em) Katja Rathje-Hoffmann, Abgeordnete des schleswig-holsteinischen Landtages zu den Kontaktbeschränkungen. „Wir sehen mit Schrecken: Die Situation in Irland und auch in Großbritannien ist sehr besorgniserregend. Sie ist ein Beispiel dafür, wie schnell sich eine vermeintlich gute und relativ entspannte Situation dramatisch schnell verändern kann. Noch Ende letzten Jahres konnten Lockerungen im sozialen Miteinander auf den Weg gebracht werden, weil sich die Lage leicht entspannte.

Die Hoffnung kam auf, auch weil die ersehnten Impfungen begannen oder unterwegs waren und auch Corona Maßnahmen abgebaut werden konnten. Doch dann kam die Corona Mutation, die alles wieder zu Nichte machte. Wiedergewonnene Freiheiten, musste man zurückgeben und durch noch stärkere Einschränkungen und Maßnahmen eintauschen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen dürfen in Großbritannien die Menschen das Haus oder die Wohnung nicht mehr verlassen. Und seitdem herrschen in den Krankenhäusern die allerhöchsten Alarmstufen und sogar ein Kollabieren der medizinischen Krankenversorgung liegt im Bereich des Möglichen.

Deswegen ist es bei uns in Schleswig-Holstein auch höchste Zeit, auf diese ursächliche Mutation des Virus zu reagieren. Dachten wir noch kürzlich, wir seien auf einem guten Weg, müssen wir uns heute erneut einer neuen Corona Herausforderung stellen. Viele der immer transparent kommunizierten Entscheidungen und Maßnahmen zwingen uns kurzfristig, die Lage neu zu bewerten und weitere harte Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung auf den Weg zu bringen. Natürlich ist es wichtig, nicht nur auf der Bundesebene einheitlich vorzugehen, vielmehr ist es unser Ziel, durch einen inzidenzabhängigen Maßnahmenkatalog auch Transparenz für künftige Öffnungen zu schaffen, durch die die Bevölkerung weiterhin Planungssicherheit gewinnt - zumindest soweit das Virus diese zulässt.

Für uns ist selbstverständlich, alle bislang getroffenen Regelungen stets zu überprüfen und zu bewerten, um sie an die aktuelle Lage anzupassen. Außer Frage steht dabei, dass wir uns natürlich für eine rasche Steigerung der Impfstoffproduktion und den intensiven Ausbau der Testmöglichkeiten auf die unterschiedlichen Virusvarianten einsetzen. Gleichzeitig engagieren wir uns für eine flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung mit FFP-2 und OP-Masken. Die FFP-2 und OPMaskenpflicht im ÖPNV und in den Geschäften ist für einen besseren Virenschutz sehr hilfreich und vor allem wirksam. Die bisherigen Regeln zu den aktuellen Kontaktbeschränkungen sind ausreichend und eine Verschärfung ist derzeit nicht erforderlich. Auch eine von vielen ins Spiel gebrachte nächtliche Ausgangssperre ist bei uns in Schleswig-Holstein zur Zeit nicht erforderlich. Anhand der aktuell rückläufigen Inzidenzwerte sehen wir, dass die Menschen bei uns sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgehen. Dazu ergänzend appelliere ich an die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sehr großzügig ihren Beschäftigten Home-Office zu ermöglichen. In diesem Bereich stärken wir die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Auch das ist ein wertvoller Beitrag zu unser aller Sicherheit. Es kommt auf jede weitere Maßnahme an, um Kontakte zu reduzieren. Es ist wirklich sehr schwer, das alles zu ertragen – Und so lang schon zu ertragen! Aber wir Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner sind ja sturmerprobt und wissen: Wat mutt, dat mutt! Und irgendwann scheint die Sonne auch wieder über uns. Wir lassen uns nicht unterkriegen.“

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