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Bad Segeberg | Katja Rathje-Hoffmann

Antidiskriminierungsstelle wird mehr in Anspruch genommen

Kreis Segeberg (em) Die Antidiskriminierungsstelle des Landes Schleswig-Holstein legt den Tätigkeitsbericht für die Jahre 2019/2020 vor. Dabei ist zunächst festzustellen, dass die Anzahl der Beratungen im Vergleich zu den Jahren 2017/2018 stark zugenommen hat: Waren es in dem vorangegangenen Zeitraum noch 341 Beratungen, so stieg deren Anzahl nun auf 698 Beratungen.

Einerseits ist das bedauerlich – jeder Fall von Diskriminierung ist ein Fall zu viel. Andererseits kann dies auf die größere Bekanntheit der Antidiskriminierungsstelle hinweisen, die als niederschwelliges Angebot gut angenommen wird.

Je mehr Fälle dorthin gemeldet werden, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich strukturelle Benachteiligungen zu entdecken, diese auch belegen zu können und Lösungen zu suchen. Ganz zu schweigen von der Hilfe und Unterstützungen, die die Ratsuchenden erfahren. Gehört zu werden ist dabei ein erster Schritt, um auf unkomplizierte Weise etwas Gutes zu tun. Auch das ist ein Erfolgserlebnis für die Betroffenen.

Die meisten Diskriminierungen wurden dabei aufgrund einer Behinderung, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts und des Alters registriert. Die genaue Betrachtung der Angelegenheiten ist für uns ein weiterer Ansporn, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Bürgerinnen und Bürgern Schleswig- Holsteins einen Schutz vor solchen Erfahrungen bieten.

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