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Bad Segeberg | Kirchenkreis Altholstein

Kirchenkreis Altholstein beschließt Pfarr-Regionen

Kreis Segeberg (em) Die Pastoren im Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein sollen in Zukunft, über die Grenzen der eigenen Kirchengemeinde hinaus, verbindlich zusammenarbeiten. Das hat die Synode des Kirchenkreises am Sonnabend, 29. August in Kiel beschlossen. Bei ihrer Sitzung in der Petruskirche stimmte sie mit großer Mehrheit dafür, dreizehn sogenannte Pfarr-Regionen zu bilden. Diese umfassen jeweils zwischen zwei und sieben Kirchengemeinden. Die Pastoren einer Pfarr-Region vertreten sich gegenseitig und kooperieren bei ihren Aufgaben.

Hintergrund des Beschlusses: In den kommenden Jahren gehen mehr Pastoren in den Ruhestand als es Nachwuchs geben wird. Gleichzeitig versucht die Nordkirche, die regionale Verteilung der Geistlichen zu steuern. So soll beispielsweise vermieden werden, dass in „bevorzugten Städten“ viele und auf dem „platten Land“ kaum noch Pastoren arbeiten. Deshalb teilt die Nordkirche jedem Kirchenkreis ein Kontingent an Pastoren zu. Ist diese Zahl ausgeschöpft, dürfen frei Stellen vorerst nicht wiederbesetzt werden.

Die Pfarr-Regionen sollen in dieser Situation einen Ausgleich schaffen. Wo Pastoren in Rente gehen und ihre Stelle nicht mehr ausgeschrieben werden darf, werden sich die Kollegen vertreten. Wo immer möglich, unterstützt der Kirchenkreis und schickt eigens Vertretungspastoren.

So sehen die dreizehn Pfarr-Regionen aus:
Im Kieler Norden schließen sich die Kirchengemeinden Holtenau und Pries-Friedrichsort zur Pfarr-Region 1 zusammen. Die Apostel-, die Emmaus- und die Matthias-Claudius-Kirchengemeinde (Suchsdorf) bilden die Pfarr-Region 2. Pfarr-Region 3 fasst die Kirchengemeinden in Kronshagen, Flemhude und Westensee zusammen. In der Kieler Innenstadt kooperieren in der Pfarr-Region 4 die Kirchengemeinden St. Nikolai, Jakobi, Luther und Heiligengeist. Verbindlich vertreten werden sich die Pastoren der Friedenskirchengemeinde, den Kirchengemeinden Thomas (Mettenhof), Claus-Harms und Michaelis (Hassee).

In der Eiderregion schließen sich die beiden Bordesholmer Kirchengemeinden Christus und Kloster mit Brügge, Flintbek, Kirchbarkau sowie Schulensee zur Pfarr-Region 8 zusammen.

Neumünster teilt sich in Zukunft in drei Pfarr-Regionen auf. Die Pfarr-Region 9 bilden zusammen die Versöhnungskirchengemeinde in der Gartenstadt, die Kirchengemeinden Bugenhagen, Einfeld, die Innenstadtgemeinden Anschar und Vicelin sowie die Kirchengemeinde in Bokhorst. Zur Pfarr-Region 10 zählen die Andreas-, die Luther- und die Wichernkirchengemeinde plus Großenaspe. Schließlich sind die Neumünsteraner Kirchengemeinden Dietrich-Bonhoeffer, Johannes und Gadeland die Pfarr-Region 11 mit Boostedt, Brokstedt, Wasbek und Rickling eingegangen.

Die Kirchengemeinden im Süden des Kirchenkreises Altholstein haben sich für zwei Pfarr-Regionen entschieden. Bad Bramstedt, Kaltenkirchen und Kisdorf bilden von nun an die Pfarr-Region 12. Zur Pfarr-Region 13 schließen sich die Kirchengemeinden in Henstedt-Ulzburg, Henstedt-Rhen und Schmalfeld zusammen.

Noch keine Entscheidung hat die Synode getroffen, wie die Pfarr-Regionen auf dem Kieler Ostufer aussehen werden. Unklar ist, mit wem die Andreas-Kirchengemeinde im Stadtteil Wellingdorf zusammenarbeiten wird. Hier sollen Gespräche geführt und eine Entscheidung auf der kommenden Sitzung der Synode, voraussichtlich Ende November, gefasst werden.

Der Bildung der Pfarr-Regionen vorausgegangen, ist ein mehrmonatiger, intensiver Beratungsprozess. Darin haben sowohl die Kirchengemeinden untereinander Gespräche geführt, als auch mit den Pröpsten des Kirchenkreises und dem sogenannten PEP-Ausschuss (PEP steht für Pfarrstellen-Entwicklungs-Planung). Dieses Gremium aus Haupt- und vor allem Ehrenamtlichen hat sich stark an den Präferenzen der Kirchengemeinden orientiert und schließlich die Vorschläge für die Pfarr-Regionen vorgelegt. Dafür erntete es reichlich Lob, Dank und Anerkennung von vielen Mitgliedern der Synode.

Die Pfarr-Regionen sollen nun Ausgangspunkt sein, wie die Pastoren in den kommenden Jahren im Kirchenkreis Altholstein gerecht verteilt werden. Mit einer ersten Skizze, wie dies aussehen könnte, haben sich die Synodalen auf ihrer Sitzung in Kiel ebenfalls befasst. Noch gibt es aber vieles zu klären, ein konkreter Beschluss ist für Ende November anvisiert.

Mit großer Mehrheit hat die Synode in der Petruskirche für die Aufhebung der Pastorenstelle „Kirche & Schule“ gestimmt. Sie war im Zentrum kirchlicher Dienste in Neumünster angesiedelt und seit dem Weggang der bisherigen Stelleninhaberin unbesetzt. Mit weiteren Beschlüssen räumte die Synode den vor ihr eingerichteten Ausschüssen ein Antragsrecht ein und präzisierte zudem die Aufgaben des Umweltausschusses.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt berichteten Pröpstin Almut Witt sowie die Pröpste Stefan Block und Kurt Riecke in „Blitzlichtern“ von ihrer Arbeit im zurückliegenden halben Jahr.

Last but not least wählte die Synode neue Mitglieder für die Gremien und Ausschüsse. So arbeitet Pastorin Ulrike Schilling (Seelsorge am Städtischen Krankenhaus Kiel) nun stellvertretend im Kirchenkreisrat mit. Als „Ersatzmann“ in den Finanzausschuss ist Jens Schröder (Trinitatisgemeinde Kiel) gefunden worden. Der Umweltausschuss freut sich über zwei neue Mitglieder: Anette Göder (Michaelisgemeinde Kiel) und Pastorin Maike Windhorn-Stolte (Bugenhagenkirche Neumünster). Der Vorbereitung von speziellen Themensynoden nehmen sich nun auch Prof. Ludwig Steindorff und Katharina Bardenhewer an.

Zum ersten Mal tagte die Synode unter Coronabedingungen in der Petruskirche im Kieler Stadtteil Wik. Synodenpräses Michael Rapp dankte der gastgebenden Apostelkirchengemeinde und allen Beteiligten für die hervorragende Organisation. Auch der Veranstaltungsort der kommenden Sitzung wird voraussichtlich die Petruskirche sein.

Foto: Zum ersten Mal tagte die Synode des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein unter Coronabedingungen in der Petruskirche Kiel.

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