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Bad Segeberg | Kreis Segeberg

„Uneingeschränkter Zugang? Bitte melden!“

Kreis Segeberg (em) Britta de Camp-Zang sitzt seit 14 Jahren im Rollstuhl und hat oft das Problem, nicht dahin kommen zu können, wo sie eigentlich hinfahren möchte. Sie scheitert an den Stufen im Eingangsbereich vor Geschäften, Restaurants, Arztpraxen und anderen öffentlichen Gebäuden. So kann es auch Senior*innen mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen oder Buggy ergehen.

Britta de Camp-Zang hat sich daher die wheelmap-App, eine Online-Karte zum Finden und Markieren rollstuhlgerechter Orte, auf ihr Smartphone heruntergeladen. Hier werden mit einem einfachen Ampelsystem öffentlich zugängliche Orte markiert, die barrierefrei sind. Auch kann angegeben werden, ob eine rollstuhlgerechte Toilette verfügbar ist. Aber für ihren Wohnort Henstedt-Ulzburg gibt es nur wenige Eintragungen. Das ist in größeren Städten wie Hamburg anders. Um das Thema „Barrierefreiheit“ auch für das Kreisgebiet anzugehen, bitten die Beauftragten für Menschen mit Behinderung im Kreis Segeberg daher, an einer neuen Aktion teilzunehmen.

Wie können die Menschen auch im Kreis Segeberg bessere Informationen zu barrierefreien Restaurants, WCs, Geschäften, Cafés etc. erhalten? Über dieses Thema diskutierten die Teilnehmer*innen des Netzwerks der Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Kreises Segeberg intensiv in ihrer Augustsitzung. Sie hatten dafür Expert*innen in eigener Sache zu einem Treffen in den Ratssaal der Gemeinde Henstedt-Ulzburg eingeladen. Die Sitzung unter Leitung von Jutta Altenhöner, der Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Kreises Segeberg, wurde erstmalig durch zwei Schriftdolmetscherinnen unterstützt.

Eine weitere Expertin in eigener Sache mit starker Hörbeeinträchtigung berichtete, dass sie sich im Vorwege ihrer Alltagsbewältigung und Freizeitgestaltung mittels Internet und Telefon informiert. „Spontanität sieht anders aus“, sagt Jutta Altenhöner. „Die Schilderung der Expert*innen in eigener Sache macht deutlich, dass es noch immer ein Problem für Menschen mit Behinderung ist, an Informationen zur Barrierefreiheit im Kreis Segeberg zu gelangen.“
Vielleicht gibt es im Kreis Segeberg einen Arzt/eine Ärztin, der/die Gebärdensprache kann? Auch das ist eine von vielen Informationen, die von den Beauftragten für Menschen mit Behinderung gern in Erfahrung gebracht und veröffentlicht werden würde. Uta Herrnring-Vollmer, Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Gemeinde Henstedt-Ulzburg, erläutert das neue Projekt: „Sind Sie Inhaber*in eines Restaurants oder haben Sie ein Geschäft mit einem barrierefreien Zugang? Halten Sie mobile Rampen, eine Behindertentoilette oder andere Hilfen bereit, die Senior*innen, Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer*innen, hörgeschädigten oder sehbeeinträchtigen/blinden Menschen im Kreis Segeberg die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben vereinfachen? Dann geben Sie diese Information sowie einen Hinweis, wie wir Sie bei Rückfragen erreichen können, bitte an uns weiter.“

In einem Pilotprojekt soll zunächst für Henstedt-Ulzburg eine Plattform „Henstedt-Ulzburg barrierefrei“ entstehen. Gesammelt werden aber auch heute schon Informationen aus dem gesamten Kreis Segeberg. Sie werden an die zuständigen Stellen weitergeleitet und fließen zu einem späteren Zeitpunkt in die Informationsplattform „Kreis Segeberg barrierefrei“ ein – so das erklärte Ziel aller Teilnehmer*innen.

Wer die Plattform mit Leben füllen möchte, schickt seine Informationen per E-Mail an die Beauftragten für Menschen mit Behinderung der Gemeinde Henstedt-Ulzburg (behindertenbeauftragte@h-u.de) oder spricht direkt auf die Mailbox unter der Telefonnummer 04193 / 963-178. „Über Ihre Mithilfe freuen sich alle Beauftragten für Menschen mit Behinderung und auch ganz besonders die Expert*innen in eigener Sache“, sagt Jutta Altenhöner.

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