Teilen Sie das Stadtmagazin auf Facebook.
Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos finden Sie in der Datenschutzerklärung
Akzeptieren und weitersurfen
Suchen Sie nach
Berichten, Bildern und Videoberichten


Bad Segeberg | Kreis Segeberg

Geflügelpest: Leitender Kreisveterinär bittet um Geduld

Kreis Segeberg (em) Die Geflügelpest-Situation bleibt weiterhin angespannt. Nach der kurzen Beruhigung zum Jahreswechsel 2020/2021 hat das Seuchengeschehen im Frühjahr 2021 wieder rasant an Fahrt aufgenommen. Schleswig-Holstein ist das im bundesweiten Vergleich am stärksten betroffene Bundesland. Bundesweit sind in den vergangenen Wochen die Geflügelpestausbrüche in Hausgeflügelhaltungen stark angestiegen.

Es kam dabei auch wieder zu Ausbrüchen der Geflügelpest in Geflügelhaltungen in den Kreisen Plön, Stormarn und Rendsburg-Eckernförde. Im März 2021 war die Anzahl der im Kreis Segeberg positiv auf Geflügelpest untersuchten Wildvögel mit 50% (40 von 80 untersuchten Wildvögeln) enorm hoch.

Auch im April wurden bereits diverse tote Wildvögel gemeldet. Das hiesige Veterinäramt hat sie eingesammelt und beprobt. Von bisher zehn beprobten Vögeln sind zwei Vögel positiv.

Ein zuletzt am 19.04.2021 tot im Bereich Bühnsdorf tot aufgefundener und beprobter Seeadler ist dem Untersuchungsbericht des Landeslabors zufolge H5- positiv. Das Ergebnis des nationalen Referenzlabors (Friedrich-Löffler-Institut – FLI - auf der Insel Riems) steht noch aus. Gleiches gilt für weitere eingeschickte Proben anderer Tiere.

Die hiesigen Nachweise von Geflügelpest bei Wildvögeln verteilen sich dabei auf das gesamte Kreisgebiet.

Aus dem Landkreis Leer in Niedersachsen wird von einem aktuell vermehrten Verenden von Wildvögeln, vor allem Gänsen berichtet. Außerdem ist der alljährliche Vogelzug von Südwest nach Nordost nach Auskunft von Ornithologen noch nicht beendet.

Geflügelpest-Nachweise werden aktuell vor allem bei verschiedenen Gänsearten und Schwänen sowie Vogelarten geführt, die sich auch von verendeten infizierten Vögeln ernähren (zum Beispiel Greif-, Eulen- und Möwenvögel).

Während sich beispielsweise Nonnengänse nach Auskunft der Ornithologen noch im Vogelzug befinden, handelt es sich bei Graugänsen sowie Schwänen und auch Greif-, Eulen- und Möwenvögeln um Tiere, die in Schleswig-Holstein verbleiben.

Daher sind nach wie vor die Geflügelbestände im Kreis Segeberg einer hohen Gefahr des Eintrages von Geflügelpestviren ausgesetzt.

„Es ist daher leider immer noch Geduld gefragt“, sagt der leitende Kreis- Veterinär Markus Overhoff. „Die geltende Aufstallungspflicht muss unbedingt weiter eingehalten werden. Ein neuer Ausbruch der Geflügelpest in einer Geflügelhaltung würde erneut Restriktionszonen (Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet) und Maßregelungen nach sich ziehen. Daher ist die Einhaltung der Aufstallungspflicht und der Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin dringend geboten. Mir ist durchaus bewusst, dass eine Vielzahl der Geflügelhalter*innen mit dem voranschreitenden Frühling ihr Geflügel wieder auf der grünen Wiese sehen wollen. Das Seuchengeschehen wird wöchentlich in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Tierseuchenreferat des Landes bewertet. Aktuell ist eine Aufhebung des Aufstallungsgebotes seuchenrechtlich aus den genannten Gründen noch nicht darstellbar.

Markus Overhoff appelliert an alle Geflügelhalter*innen: „Es wäre sinnvoll und anzuraten, dass alle Geflügelhalter*innen ihre Tiere in einer nach oben gegen Einträge abgedichteten Voliere halten, die zusätzlich an der Seite gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert ist. Das ist der beste Schutz bis wir das Aufstallungsgebot wieder aufheben können.“

Für Ausnahmen von der allgemeinen Aufstallungspflicht sieht der leitende Kreis- Veterinär Markus Overhoff aktuell keinen Raum.

bad-segeberg Kreis Segeberg
Navigation
Termine heute