Teilen Sie das Stadtmagazin auf Facebook.
Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos finden Sie in der Datenschutzerklärung
Akzeptieren und weitersurfen
Suchen Sie nach
Berichten, Bildern und Videoberichten


Bad Segeberg | Kreis Segeberg

Kreis kurbelt Pfandsystem an

Kreis Segeberg (em) Kreis Segeberg. Die Produktion von Einwegbesteck und -geschirr aus Plastik, Trinkhalmen, Rührstäbchen, To-Go-Getränkebechern, Fast-Food-Verpackungen und Wegwerf-Essensbehältern aus Styropor ist EU-weit seit dem 3. Juli verboten. Der Handel darf vorhandene Bestände noch abverkaufen.

Ab 2023 sind dann Restaurants, Caterer, Mensen, Kantinen, Einzelhandel und Lieferdienste per Gesetz verpflichtet, für die Mitnahme und Lieferung von Speisen und Getränken auch Mehrwegbehälter anzubieten. Kreisklimaschutzmanager Heiko Birnbaum geht das nicht schnell genug, weswegen er sich schon jetzt dafür stark macht, komplett auf Einwegmaterialien zu verzichten und stattdessen auf ein Mehrwegpfandsystem zu setzen. Mit dem „Moin Moin“ im Levo-Park in Bad Segeberg hat er einen ersten Mitstreiter gefunden. Das Bistro bietet seine Gerichte des Außer-Haus-Verkaufs seit Kurzem in Mehrweggeschirr an.

Den Stein dazu ins Rollen gebracht hat Birnbaum, dessen Büro sich ebenfalls im Levo-Park befindet. „Gerade in der Coronazeit, wo ein Verzehr vor Ort im Bistro kaum möglich war, ist mir die enorme Menge an Plastikverpackungen aufgefallen“, so Birnbaum. „Jedes Jahr entstehen in Deutschland 281.000 Tonnen To-Go-Verpackungsmüll. Den größten und am schnellsten wachsenden Anteil daran haben mit 60 Prozent die Essensverpackungen.“ Einwegverpackungen würden mit vielen Ressourcen hergestellt und dann häufig nur 30 bis 60 Minuten benutzt. „Im Fall von Plastikverpackungen bleiben sie aber über 500 Jahre auf unserem Planeten oder werden einfach verbrannt“, mahnt der Klimaschutzmanager.

Pro Kunde/Kundin geht beim Außer-Haus-Verkauf in der Regel eine Polystyrol-Einmal-Verpackung über die Bistrotheke. Allein im „Moin Moin“ gelangten so vor der Umstellung täglich bis zu 100 Verpackungen in die Umwelt. „Unser aller Ziel muss es daher sein, Müll zu vermeiden und so nachhaltig wie möglich zu leben“, so Birnbaum, der dem Levo-Park-Management als Bistrobetreiber vorgeschlagen hatte, auf ein Mehrwegpfandsystem zu wechseln. „Damit bin ich offene Türen eingerannt“, sagt Birnbaum, der sich sehr darüber freut, dass das Mehrwegsystem mittlerweile erfolgreich gestartet ist. Geplant ist nun, das System auch auf die Kreiskantine sowie auf weitere potenzielle Essens-Ausgebestelle auszuweiten.

Das Mehrwegpfandsystem, das das „Moin Moin“ verwendet, bietet eine große Auswahl an Mehrwegbehältern an, die in der Mikrowelle und im Backofen erhitzt werden können. Kund*innen erhalten ihr Essen in einer der Mehrwegboxen und zahlen 5 Euro Pfand. Werden die Boxen wieder abgegeben, gibt es entweder die 5 Euro zurück oder es gibt eine neue Mahlzeit in einer Box. Alle Behälter sind aus BPA-freiem, gut recyclebarem Polypropylen. Die Lebensdauer beträgt mindestens 300 Befüllungen. Im Vergleich zu Einwegverpackungen können so pro Verpackung bis zu 30 Kilogramm CO2 eingespart werden. Gastronomiepartner*innen können das System ohne finanzielles Risiko nutzen.

Interessent*innen können sich für erste Nachfragen an Heiko Birnbaum wenden: Telefon 04551/951-9522, E-Mail: Heiko.Birnbaum@segeberg.de

Foto: Sie halten das neue Mehrweggeschirr in ihren Händen: „Moin Moin“-Chefkoch Dirk Zeglin, Kreisklimaschutzmanager Heiko Birnbaum und Levopark-Geschäftsführer Sven Borchers. Foto: Kreis Segeberg/Sabrina Müller

bad-segeberg Kreis Segeberg
Navigation
Termine heute