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Bad Segeberg | Kreis Segeberg

Viele potenzielle Betreiber*innen erfüllen Anforderungen nicht

Bad Segeberg (em) Kreis Segeberg. Seit Wiederbeginn der kostenfreien Bürger*innentestungen im November 2021 sind bei der Kreisverwaltung Segeberg mehr als 50 Anfragen/Angebote für die Eröffnung von Teststationen eingegangen. In Teilen handelt es sich um Betreiber*innen von Teststationen, die bereits bis zum Sommer aktiv waren und nun einen erneuten Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten möchten. Auch möchten bestehende Teststationsbetreiber*innen aus dem Kreis Segeberg sowie den Nachbarkreisen ihr Angebot ausbauen oder es handelt sich um gänzlich neue Anbieter*innen.

Aktuell befinden sich knapp zehn Teststationen im Kreisgebiet in der finalen (Wieder-)Eröffnungsphase oder haben schon eröffnet. „Es ist ganz deutlich hervorzuheben, dass viele Antragsteller*innen die landesweit gültigen Voraussetzungen nicht erfüllen“, sagt Malte Göttsch vom Infektionsschutz des Kreises. In Einzelfällen handele es sich um Antragsteller*innen, die bereits im Kreis Segeberg oder anderen Kreisen tätig waren und denen die Beauftragung aufgrund verschiedener Mängel/Straftaten entzogen worden sei. „Eine negative Zuverlässigkeitsprüfung, schwerste hygienische Verstöße, Abrechnungsbetrug, Urkundenfälschung und Schwarzarbeit können in diesem Zusammenhang erwähnt werden.“
Ein Großteil der Antragsteller*innen erfülle nicht die medizinischen, organisatorischen oder/und örtlichen Voraussetzungen für den ordnungsgemäßen Betrieb einer Teststelle, so Göttsch. Er macht deutlich, dass ein ungeschütztes Zelt auf einem Parkplatz, eine ,,kleine Ecke‘‘ in einer Lokalität oder Autowerkstatt, die Umkleidekabine einer stark frequentierten Sporteinrichtung sowie zwei Packungen Teste und ein Schutzkittel nicht ausreichend für den ordnungsgemäßen Betrieb einer Teststation seien. „Die Gefahr der Verbreitung von Krankheiten ist in diesem Fall um einiges größer als der Nutzen aus einer in dieser Form betriebenen Teststation“, erläutert Göttsch. Hinzu komme, dass immer wieder schlecht oder ungeschultes Personal eingesetzt werde. Dabei sei gerade dieses der Garant dafür, dass Tests korrekt durchgeführt werden können.
Potenzielle Betreiber*innen von Teststationen erhalten im Erstkontakt mit dem Infektionsschutz eine Checkliste, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Zur Bearbeitung eines Antrages ist eine schriftliche Bestätigung nötig, aus der hervorgeht, dass die Mindestanforderungen (zum Beispiel geeignete Örtlichkeit) erfüllt werden, die Testungen für einen längeren Zeitraum angeboten werden (dieser ist konkret zu benennen) und die Testungen einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen werden. Außerdem müssen die geplanten Öffnungszeiten genannt werden. Die Mindestöffnungszeit beträgt 20 Stunden wöchentlich. Der medizinische Hintergrund der verantwortlichen Personen ist mit Urkunden/Dokumenten nachzuweisen.

Im weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens muss der/die Betreiber*in ein ausführliches Konzept vorlegen. Dazu gehören unter anderem die genaue Beschreibung, wie Schutzkleidung und Handschuhe angewendet werden, wie die Flächen- und Handdesinfektion aussehen soll, dass es Mülleimer mit Trittvorrichtung gibt, wie die Müllentsorgung geplant ist, welche Abstandsregelungen gelten und wie die Frischluftzufuhr gewährleistet wird.

„Voraussetzung für die sachgerechte Anwendung von Antigentests ist die korrekte Lagerung und die Durchführung bei Raumtemperatur. Insgesamt sind häufige Temperaturschwankungen bei der Lagerung kritisch zu betrachten und zu vermeiden, da diese zu Kondensation von Wasser in der Testkartusche führen können, was mit erheblichen Einschränkungen in der Testleistung verbunden wäre“, so Göttsch.

Darüber hinaus muss bei einem positiven Schnelltest-Ergebnis die Möglichkeit einer sofortigen PCR-Bestätigungstestung bestehen, da nur ein PCR-Test eine Infektion abschließend nachweisen kann. Mindestens ist dies in Kooperation mit einer anderen ortsnahen Teststelle sicherzustellen.

Positiv durch Schnelltest oder PCR getestete Personen sind gemäß Allgemeinverfügung verpflichtet, sich unverzüglich nach Kenntnisnahme auf direktem Weg in ihre Häuslichkeit zu begeben. Weitere Informationen zur Isolation und Quarantäne finden Sie hier: www.segeberg.de/media/custom/2211_3252_1.PDF?1638281024
Die genehmigten Standorte finden Sie in der Auflistung des Landes:

www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Allgemeines/TeststationenKarte/teststationen_node.html?lang=de

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