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Bad Segeberg | SPD Kreisverband

Forderung nach Rettungschirm für Bad Segeberg

Bad Segeberg (em) Der SPD-Kreisverband Segeberg bedauert die Absage der Karl May Spiele 2021. Die Folgen für die Region werden auch über das Jahr 2022 hinaus spürbar sein. Die Landesregierung soll das Ferienland Bad Segeberg finanziell unterstützen. „Geschichte wiederholt sich. Vor einem Jahr haben wir ebenfalls bis zur letzten Minute gehofft. Aber nun ist es auch für 2021 Gewissheit. Die Karl May Spiele fallen auch in diesem Jahr aus“, bedauert die SPD Kreisvorsitzende Katrin Fedrowitz

Die Corona Pandemie halte die Region weiterhin fest im Griff. Für die SPD ist klar: Bad Segeberg darf jetzt nicht allein gelassen werden. „Das Land ist gefordert, einen Rettungsschirm aufzuspannen. Die Region braucht einen solidarischen Kraftakt, um die Folgen abzufedern“, fordert die Kreispolitikerin.
Die Landesregierung sei im letzten Jahr untätig geblieben und lege auch 2022 die Hände in den Schoss, kritisiert der stellvertretende Kreisvorsitzende Dirk Wehrmann, der zugleich auch Fraktionsvorsitzender in der Kreisstadt ist. „Kommunen wie Bad Segeberg weisen mehrere Millionen Euro Fehlbetrag aus, sind in ihrer Leistungsfähigkeit gefährdet und es kommen nur Worte des Bedauerns aus der Landeshauptstadt. Den Worten müssen Taten folgen!“, appelliert der Kommunalpolitiker.

Die Entscheidung der Karl May GmbH, die Spiele für 2021 abzusagen, sei absolut nachvollziehbar und sehr verantwortungsvoll. Unter den ständig ändernden Rahmenbedingungen lasse sich keine seriöse Planung vorantreiben. „Wir sind uns sicher, dass die Besucherinnen und Besucher den Spielen die Treue halten werden. Die Freude auf die Saison 2022 ist jetzt schon spürbar“, bleibt Dirk Wehrmann optimistisch. Die Einschnitte für das Ferienland und deren Folgen seien jedoch einschneidend und verlangten endlich nach weiteren Maßnahmen.

Voraussichtlich keine Konzerte, keine Karl May Spiele – in der Summe werden der Region fast 450.000 Gäste fehlen. Das nun geplante stark verkleinerte Programm mit Lesungen oder Hinterbühnen-Führungen werde dieses nicht auffangen können. „Eine solche Zäsur kann das Ferienland in der gesamten Wertschöpfungskette zum zweiten Mal in Folge kaum kompensieren“, fürchtet der Fraktionsvorsitzende. „Viele saisonale Arbeitsplätze fallen abermals weg. Das Hotel- und Gaststättengewerbe fährt am Limit.“

Zutiefst dramatisch wirke sich die Absage auf die Finanzsituation der notorisch klammen Kreisstadt aus. Über zwei Jahre hinweg führt die Karl May GmbH keine Gewinne an die Stadt als Mehrheitseigentümerin ab. Deutlich sinkende Einnahmen aus Gewerbesteuer und Tourismusabgabe verschärften die kritische Haushaltslage massiv und zwängen zu weiteren Einschnitten.

„Für das Jahr 2022 bleiben wir hoffnungsvoll. Die Kalkberg GmbH kann aufgrund von Rücklagen diese Dürre überstehen. Das gesamte Karl May Team bleibt bewundernswert positiv und hochmotiviert. Am Ende wird Winnetou wieder reiten und das Böse besiegen. Das Ferienland Bad Segeberg braucht aber dringend Unterstützung, um die Folgen der Krise abzufedern“, sagt Dirk Wehrmann.


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