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Bad Segeberg | WZV

Auswirkung von Corona auf die WZV

Bad Segeberg (em) Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg wurde von seinen 94 Mitgliedsgemeinden mit verschiedenen Aufgaben beauftragt. Eine davon ist die Einsammlung von Rest-, Bio- und Papierabfällen im Kreis Segeberg (außer Norderstedt), welches der WZV mit eigener Belegschaft durchgeführt und weitestgehend auf Unterstützung von Subunternehmern verzichtet.

Um die Entsorgungssicherheit weiterhin verlässlich aufrecht zu erhalten, hat der WZV seine personellen Kapazitäten im Rahmen eines präventionsorientierten, ressourcenschützenden Betriebs vorsorglich, temporär neu organisiert. So wurden bereits die vier Recyclinghöfe und das Service Center Anfang dieser Woche für den Publikumsverkehr geschlossen und die mobile Schadstoffsammlung eingestellt. Dies gilt ab kommender Woche auch für die Sperrmüll- und Strauchgutabholung. Im Vordergrund steht für den WZV der Auftrag, die Regelabfuhr der privaten Müllbehälter dauerhaft zu gewährleisten. Im Vorwege haben wir bereits einen Notfallplan erarbeitet, der hausinterne Aufgabenverteilungen, Reduzierung einiger Aufgaben auf ein Minimum etc. vorsieht, um auf zu erwartende krankheitsbedingte Personalausfälle vorbereitet zu sein. Daher wird es nach heutigen Einschätzungen weiterhin vollumfänglich möglich sein, die gewohnten Abfuhrtermine für die Rest-, Bio- und Papierabfuhr einzuhalten.

Erreichbarkeit für Kunden
Um den zu erwartenden erhöhten Informationsbedarf unserer Kunden abzudecken, hat das Service Center seine telefonische Erreichbarkeit vorläufig um täglich zwei Stunden ausgeweitet, d.h. wir sind aktuell werktags 6.00-18.00 Uhr für unsere Kunden/innen telefonisch zu erreichen.

Zu unserer Betriebsorganisation und unseren Mitarbeitern
Unser Betrieb wurde für den Publikumsverkehr geschlossen, nicht zuletzt auch, um unsere Mitarbeiter/innen zu schützen und unsere Einsatzfähigkeit sicherzustellen. Einige aktuelle hausinterne Maßnahmen sind beispielsweise: Zielgerichtete Aufteilung der Mitarbeiter/innen nach Aufgabenbereichen: Ein Teil arbeitet bereits von zu Hause aus (Home Office) und der andere Teil weiterhin im Büro, um z.B. die Regelanfuhr organisatorisch zu begleiten. Alle Arbeitsbereiche wurden in Schichten aufgeteilt oder so entzerrt, dass nur jeweils ein Mitarbeiter in einem Büro arbeitet. Küchen und Sozialräume sind zu meiden und allenfalls einzeln zu betreten, überall wurden Desinfektionsmittelspender angebracht. Besprechungen mit mehreren Personen sind abzusagen bzw. telefonisch durchzuführen. Auf externe Besucher, Dienstreisen und Fortbildungen wird vollumfänglich verzichtet. Unsere Mitarbeiter/innen wurden auch über die Hintergründe der vielen kleinen Maßnahmen informiert, so dass alle sensibilisiert sind und wir auf das bewusste, eigenverantwortliche Handeln jedes Einzelnen setzen. Die Teams in der Abfallsammlung, aber auch in der Straßenunterhaltung sind angehalten, mindestens 2 Meter Abstand zu halten. Da dies nicht immer umzusetzen ist, bleiben die Personen in ihrem festen 2 oder 3 Personen-Teams. Ein Kontakt zu den anderen Teams ist zwingend zu vermeiden. Die Abfahrt-und Ankunftszeiten der Teams wurden entzerrt, das Umziehen in Berufskleidung erfolgt von zu Hause, so dass sich die Kollegen/innen zwangsläufig nicht mehr begegnen können. Wir bemühen uns derzeit zusätzlich um die Anmietung externer Sozialraumkapazitäten (Umkleiden, Sanitärräume, Stellplätze), damit die organisatorische Trennung der gewerblichen Teams der Abfallsammlung noch strikter erfolgen kann. Wir haben unsere Mitarbeiter des Weiteren dazu aufgefordert, diese Maßnahmen auch durch die Einhaltung der von den öffentlichen Stellen ausgesprochenen Empfehlungen, speziell im Hinblick auf private Kontaktvermeidung, zu unterstützen.

Wirtschaftliche Situation
Als kommunales Unternehmen steht die Kostendeckung im Vordergrund, da wir als Zweckverband von und für unsere 94 Mitgliedsgemeinden tätig sind. Wir agieren in unseren überwiegenden Leistungsbereichen gebühren- bzw. umlagefinanziert. Die zu erwartenden wirtschaftlichen Auswirkungen für die Wirtschaft werden uns daher voraussichtlich nicht substantiell beeinträchtigen, gleichwohl aber spürbar sein. Themen wie Kurzarbeit und Kfw-Kredite sind derzeit noch nicht relevant.

Wer kann wie unterstützen?
In unserem Aufgabenbereich wünschen wir uns ein möglichst breites Verständnis unserer Kunden für die derzeitigen und etwaige zukünftige Leistungseinschränkungen und geänderte Abläufe. Generell ist es erforderlich, dass alle, nicht nur unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter, sondern auch unsere Kunden die uns allen auferlegten Veränderungen im Umgang untereinander zur Eindämmung bzw. Verlangsamung der Pandemie strikt einhalten. Auch wenn sich unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter aufgrund der öffentlich-rechtlichen Trägerschaft und Finanzierungsstruktur keine existenziellen wirtschaftlichen Sorgen machen müssen, wünschen uns, dass die stärker betroffenen Unternehmen, Selbständige, Kulturschaffende usw., aber auch der einzelne Bürger und die Familien durch die Regierung entlastet werden – sei es durch steuerliche Vorteile, Fördertöpfe und/oder Kredite.

Die Regierung sollte schnellstmöglich ein Maßnahmenpaket zusammenstellen, welches ohne lange Antragsbearbeitung zur Handlungsfähigkeit beiträgt. Heute geht es primär um die Gesundheit der Menschen und in einigen Wochen oder Monaten um die Gesundheit der Wirtschaft. In dieser Ausnahmesituation gibt es keine Gewinner und daher sollten wir gemeinsam miteinander weiterkämpfen, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.

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